Ferland Mendy

21. Juni 2019 08:47; Akt: 21.06.2019 08:49 Print

Mit 15 im Rollstuhl, mit 24 bei Real Madrid

Sein Traum vom Profifußballer schien unmöglich für Ferland Mendy. Nun ist der Franzose ein Königlicher.

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Trägt jetzt Real-Weiß: Ferland Mendy bei seiner Vorstellung im Bernabéu.

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Ferland Mendy – so lautet der neue Name im Team von Real Madrid. Für einmal kein Star, dafür ein Juwel für die Zukunft. Am Mittwoch wurde der Linksverteidiger offiziell als Spieler der Königlichen vorgestellt. Der 24-jährige Franzose wechselt für eine Summe von 48 Millionen Euro von Lyon nach Spanien. Das macht ihn zu einem der teuersten Verteidiger aller Zeiten.

Dass Mendy seinen Platz in der Welt des Spitzenfußballs gefunden hat, grenzt an ein kleines Wunder. Die Geschichte von Ferland Mendy fasziniert. Der französischen Zeitung «Le Parisien» hat er sie erzählt.

«Die Ärzte sagten mir, dass der Fußball für mich vorbei sei, sie sprachen sogar mit mir über Amputation», erinnert sich Mendy. Mit 14 Jahren klagte der damalige Junior von Paris Saint-Germain über anhaltende, starke Schmerzen in der Hüfte. Die Diagnose lautete akute Arthritis.

Die zweiten ersten Schritte

Insgesamt drei Monate verbrachte Mendy in einem KinderKrankenhaus in Paris. Weitere sechs Monate in einer Reha-Klinik folgten. Während seine Teamkollegen wie Presnel Kimpembe oder Adrien Rabiot den nächsten Schritt zum Fußballprofi machten, musste Mendy ein zweites Mal gehen lernen. «Alles war kompliziert, es war eine Katastrophe», so der junge Franzose über die damaligen Lebensumstände.

Seine Zeit in der Jugendabteilung von PSG endete bald darauf. Den Wiedereinstieg im Fußball machte Ferland Mendy beim französischen Viertligisten FC Mantois 78. Im April 2015 erfüllte er sich den Traum vom Fußballprofi und debütierte mit 19 Jahren in der zweithöchsten Liga bei Le Havre. In seinen 50 Einsätzen überzeugte Mendy die Verantwortlichen von Olympique Lyon, so dass sich diese seine Dienste sichern wollten und dafür fünf Millionen Euro bezahlten.

Les Bleues und Los Blancos

Spätestens mit diesem Transfer wurde auch der französische Nationaltrainer Didier Deschamps auf den Linksfüsser aufmerksam. Im November erhielt er zum ersten Mal ein Aufgebot für die Nationalmannschaft. Es waren tatsächlich Mendys erste Einsätze für eine Équipe Tricolore. Aufgrund seiner Hüftprobleme hatte er auch nie für eine Junioren-Nationalmannschaft der Franzosen auflaufen können.

Nun ist Ferland Mendy an der Spitze des Weltfußballs angekommen. Nebst anderen großen Namen wie Luka Jovic oder Eden Hazard wechselt er diesen Sommer zu Real Madrid. Bei seiner offiziellen Präsentation am Mittwoch wirkte der Außenverteidiger am Ball noch etwas verunsichert. Wer einen solchen Weg hinter sich hat, braucht vielleicht auch Zeit, sich an die große Fußballwelt zu gewöhnen. Allerdings darf Mendy durchaus mit breiter Brust aufspielen.

(L'essentiel)

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