Bundesliga

07. August 2019 07:36; Akt: 07.08.2019 07:43 Print

Schalke-​​Boss lässt Amt vorübergehend ruhen

Schalke 04 hat in der Causa Tönnies einen Kompromiss gefunden: Kein Rücktritt, kein Rauswurf – Tönnies kommt nach seinem verbalen Fehltritt mit einem milden Urteil davon.

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Clemens Tönnies kam um einen Ausschluss aus dem Verein herum. (Bild: Keystone/Tim Rehbein)

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Der Schalker Vereinschef Clemens Tönnies lässt sein Amt nach seinen als rassistisch kritisierten Äusserungen für drei Monate ruhen. Das teilte der Bundesligist am späten Dienstagabend nach einer Sitzung des Ehrenrates mit.

Das Gremium kam demnach nach einer mehrstündigen Sitzung zu dem Ergebnis, dass der erhobene «Vorwurf des Rassismus unbegründet ist», wie es auf der Homepage des Clubs hieß. Vorzuwerfen sei dem 63-Jährigen allerdings, «gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben». Dies habe er eingeräumt und «ein weiteres Mal sein Bedauern zum Ausdruck gebracht», teilte der Verein aus Gelsenkirchen weiter mit.

Tönnies hatte beim Tag des Handwerks in der Vorwoche in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. «Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren», hatte Tönnies gesagt. Nach drei Monaten wolle der Unternehmer seine Tätigkeit im Schalke-Aufsichtsrat wieder aufnehmen, hieß es in dem Statement.

(L'essentiel)

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