Noch immer im Krankenhaus

22. Januar 2021 12:52; Akt: 22.01.2021 12:55 Print

Sepp Blatter hatte Corona und lag im Koma

Nach seiner Einweisung im Dezember ins Krankenhaus, gibt Sepp Blatters Tochter ein Interview, in dem sie ihren Vater in Schutz nimmt und Vorwürfe gegen die Fifa erhebt.

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Sepp Blatter: Seit Dezember liegt der ehemalige Präsident der Fifa im Krankenhaus. Nun erklärt seine Tochter Corinne in einem Interview mit den Zeitungen von «CH Media», dass es ihrem Vater besser gehe und er inzwischen die Intensivstation verlassen habe. «Er macht täglich Fortschritte – kleine, aber kontinuierliche.» Auch bestätigt sie, dass der 84-Jährige Ende November positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

«Er überstand das Virus aber ohne große Symptome. Doch diese Krankheit ist heimtückisch. Vielleicht hat mein Vater mehr Substanz verloren, als dass er zugeben wollte. Kurz vor Weihnachten musste er ins Krankenhaus wegen einer Herz-OP. Er ging davon aus, dass es sich um einen Routineeingriff handelt. Doch dann wurde alles komplizierter und gefährlicher. Insgesamt lag er über eine Woche im künstlichen Koma und war nicht mehr ansprechbar. Wir machten uns größte Sorgen. Das war die härteste und traurigste Weihnachtszeit meines Lebens.»

«Ja, er ist unschuldig»

Der Druck, unter dem ihr Vater die letzten fünf Jahre gestanden habe, sei groß gewesen. Und so sei das von Fifa in Gang gesetzte Verfahren gegen ihn nicht spurlos an ihrem Vater vorbei gegangen, so die Tochter. Angesprochen auf die Frage, ob sie denn wirklich glaube, dass sich Sepp Blatter in den über 40 Jahren, die er für die Fifa arbeitete, nichts zu schulden kommen ließt, antwortete sie: «Ja, er ist unschuldig, davon bin ich felsenfest überzeugt. Der einzige Fehler, den ich ihm anlaste: er war und ist zu vertrauensselig.» Es mache sie traurig, dass ihr Vater von der Fifa und Gianni Infantino, seinem Nachfolger, nicht fair behandelt werde.

«Mein Vater hat so viel für die Fifa erreicht. Es war seine Lebensaufgabe, er hat nur für sie gelebt, und dabei ist leider seine Familie zu kurz gekommen. Und jetzt kommt da so einer und will alles zerstören, was mein Vater aufgebaut hat. Das ist ein Zeichen von Unsicherheit und Schwäche. Aber Infantino wird immer im Schatten meines Vaters stehen – da kann er tun, was er will.» Sie erwarte schließlich, dass die Fifa ihre Strafklagen zurückziehe, auch jene wegen der Finanzierung seines Herzensprojekts, dem Fifa-Museum in Zürich.

(L'essentiel/Erik Hasselberg)

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