DFB-Pokal

09. Juni 2020 20:39; Akt: 10.06.2020 07:47 Print

Starkes Leverkusen zerstört Finaltraum des 1. FCS

VÖLKLINGEN – Der 1.FC Saarbrücken ist im Pokalhalbfinale gegen Bayer Leverkusen ausgeschieden. Der überforderte Regionalligist war gegen den Bundesligisten am Ende chancenlos.

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Leverkusens Lucas Alario (l.) und Saarbrückens Manuel Zeitz im Kopfballduell. (Bild: DPA/Ronald Wittek)

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Die sensationelle DFB-Pokalsaison des 1. FC Saarbrücken findet im Halbfinale ihr Ende. Bayer Leverkusen erwies sich am Dienstagabend als schlichtweg zu stark. Das Spiel im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion, in dem der FCS derzeit wegen des Umbaus des Ludwigsparkstadions seine Heimspiele austrägt, endete mit 0:3 (0:2). Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok kam mit der Geschwindigkeit und Genauigkeit im Offensivspiel der Gäste zu keinem Zeitpunkt zurecht.

98 Tage waren vor der Halbfinalbegegnung gegen den Bundesligisten für die Saarbrücker seit ihrem letzten Pflichtspiel vergangen – dem historischen Viertelfinalerfolg gegen Fortuna Düsseldorf. Im Gegensatz zu den Leverkusenern, die bereits wieder im Ligabetrieb sind, war es also ein Kaltstart für die Blau-Schwarzen. Ihre Saison wurde wegen des Coronavirus abgebrochen.

Leverkusen schnürt Saarbrücken ein

Den Kaltstart merkte man dem Underdog aus der vierten Liga an. Schon in der elften Spielminute musste der Saarbrücker Torhüter Daniel Batz vor leeren Zuschauerrängen hinter sich greifen, nachdem Kerem Demirbay völlig unbedrängt Moussa Diaby bedienen konnte und dieser volley aus fünf Metern einschob. Nach noch nicht einmal 20 Minuten stand es bereits 0:2: Lucas Alario nutzte ein Missverständnis zwischen Manuel Zeitz und Batz und hämmerte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Auch in der Folge blieb der Champions-League-Aspirant dominant und ließ den Hausherren kaum Luft zum Atmen. Demirbay (31.) und Paulinho (28. und 37.) ließen weitere gute Chancen liegen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erinnerte das Spiel der Kwasniok-Elf mehr an die Auftritte in den vorangegangenen Runden: Der FCS gewann mehr Zweikämpfe und hatte mit dem Schuss von Anthony Barylla sogar eine gute Chance zum Anschluss (56). Doch nur zwei Minuten später erhöhte Karim Bellarabi nach Vorlage von Demirbay auf 0:3 – die Vorentscheidung.

Bayern München empfängt Eintracht Frankfurt

Bayer Leverkusen spielte seinen Stiefel nun locker herunter, beließ es aber trotz einiger Torchancen – etwa durch Paulinho in der 77. Minute – beim 0:3. Auch Saarbrücken nutzte seine Chance zum Ehrentreffer durch Markus Mendler in der Nachspielzeit nicht.

Die sensationelle Pokalreise des FCS hatte mit dem 3:2-Sieg über Jahn Regensburg (zweite Liga) begonnen. In der Folge schaltete der Regionalligist den 1.FC Köln (Bundesliga, 3:2), den Karlsruher SC (zweite Liga, 5:3 i.E.) und Fortuna Düsseldorf (Bundesliga, 7:6 i.E) aus. Saarbrücken hatte es als erster Vertreter der vierten Liga in der Geschichte des Wettbewerbs ins Halbfinale geschafft. Gegen wen Leverkusen im Finale in Berlin spielt, wird am Mittwoch im Duell zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt (20.45 Uhr) ermittelt.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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