Skandal-Aussage

05. Dezember 2021 14:22; Akt: 05.12.2021 16:31 Print

Strafanzeige nach Schiri-​​Kritik von Bellingham

Nach dem Bundesliga-Topspiel gegen Bayern München übt BVB-Star Jude Bellingham harsche Kritik an Schiedsrichter Zwayer. Zu harsch, findet Schiedsrichter-Beobachter Marco Haase.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Dieses Bundesliga-Topspiel hat es in sich. Vor, während und nach dem Spiel zwischen Dortmund und Bayern gehen die Emotionen hoch. Speziell die Dortmunder sind im Nachgang der Partie, die die Bayern mit 3:2 gewannen, besonders auf- und angekratzt. Allen voran Jude Bellingham. Der Jungstar (18) kritisiert Schiedsrichter Felix Zwayer heftig, wirft ihm im norwegischen TV Spielmanipulation vor: «Du gibst einem Schiedsrichter, der schon vorher mal Spiele geschoben hat, das größte Spiel in Deutschland, was erwartest du?»

Für den Deutschen Fußballverband (DFB) geht diese Aussage zu weit. Schiedsrichter-Beobachter Marco Haase hat laut der «Bild»-Zeitung Strafanzeige gegen den Engländer eingereicht. Auch der DFB-Kontrollausschuss würde bereits gegen Bellingham ermitteln.

Zwayers Verwicklung in den Hoyzer-Skandal

Der Hintergrund: Zwayer entscheidet in der 77. Minute nach Video-Beweis auf Handelfmeter für die Bayern. Robert Lewandowski verwandelt zum Siegtreffer. Für Bellingham ein klarer Fehlentscheid – klar genug, um Zwayers Verwicklung in den Manipulationsskandal um den früheren Schiedsrichter Robert Hoyzer auszugraben.

Dortmunds Jude Bellingham war bereits während des Spiels außer sich. (Bernd Thissen/dpa)  

Der heute 40-Jährige half damals mit, den Skandal aufzudecken. Später wurde er aber für sechs Monate vom DFB gesperrt, weil er die ihm bekannten Spielmanipulationen von Hoyzer nicht sofort meldete. Zudem soll Zwayer vor einem Spiel des Wuppertaler SV gegen Werder Bremen II 300 Euro von Hoyzer angenommen haben, um als Linienrichter dabei mitzuhelfen, kritische Situationen für Wuppertal zu vermeiden. Das Urteil gegen Zwayer wurde erst Jahre später, nämlich 2014, öffentlich bekannt.

Diese Strafe droht nun Bellingham

Die Strafbestände gegen Jude Bellingham sind laut «Bild» Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung. Was dem Teenager aus Birmingham für eine Strafe droht, ist unklar: Im schlimmsten Fall wohl eine nachträgliche Sperre, auch Bussgelder dürften gesprochen werden.

(L'essentiel/Silvan Haenni)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jean-paul am 05.12.2021 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    en huet also bewissenermoossen geld geholl fir e spill ze manipuléieren, mee et däerf een daat net soen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • jean-paul am 05.12.2021 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    en huet also bewissenermoossen geld geholl fir e spill ze manipuléieren, mee et däerf een daat net soen?