Nach Hattrick

28. September 2020 10:00; Akt: 28.09.2020 17:39 Print

Schalker Trainer-​​Rauswurf kostet Fan 1500 Euro

Weil David Wagner bei Schalke den Trainerposten räumen muss, spendet ein Youtuber an eine gemeinnützige Organisation. Er löst damit ein Versprechen ein.

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«Kennt jemand ne gute gemeinnützige Organisation in Bremen? Frag fürn Kumpel», twittert am Sonntagmorgen der Youtube-Star «GamerBrother». Es ist der Sonntag nach der Niederlage des Bundesligavereins Schalke 04 gegen Werder Bremen, wenige Minuten nachdem bekannt wurde, dass Trainer David Wagner bei den Königsblauen keine Zukunft mehr hat. Und ebenfalls klar wurde, dass der 22-Jährige sein Versprechen einlösen und 1500 Euro an eine gemeinnützige Organisation in Bremen spenden muss.

Eine Woche zuvor nämlich hatte der bekennende Schalke-Fan auf Twitter für Aufsehen gesorgt.

Sollte es zur Entlassung von Wagner kommen, der nach der 0:8-Auftaktniederlage gegen Bayern München bei Fans und Verantwortlichen schon arg angezählt war, wollte er 1000 Euro spenden. 500 Euro kämen obendrauf, wenn das Ganze innerhalb von 24 Stunden nach dem Spiel geschehe.

Am Samstagabend verloren die Knappen auf Gelsenkirchen gegen die Hanseaten 1:3, Niclas Füllkrug mit einem Hattrick schoss Schalke im Alleingang vom Platz. Und nahm sich dabei wohl ein Beispiel an den Worten des Youtubers. Denn dieser zeigte auf Twitter noch das Bildschirmfoto eines Chatverlaufs mit dem 27-jährigen Mittelstürmer von Bremen, wo er ihn darum bat, möglichst viele Tore gegen seinen Verein zu schießen.

Füllkrug tat, wie ihm geheißen, schoss ein paar Hütten. Und am Sonntagmorgen folgte das Unvermeidbare. Schalke verkündete per Medienmitteilung: «FC Schalke 04 stellt Chef-Trainer David Wagner frei.» Es klingt nach Drehbuch, ist aber Realität.

«Wir alle hatten gehofft, dass wir die sportliche Wende zusammen mit David Wagner schaffen können. Leider haben die ersten beiden Spieltage der neuen Saison nicht die dafür notwendigen Leistungen und Resultate erbracht», erklärte Sportvorstand Jochen Schneider: «Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Weg des personellen Neuanfangs zu gehen. Diese Entscheidung ist uns trotz der enttäuschenden Ergebnisse alles andere als leichtgefallen.»

Leichtzufallen scheint GamerBrother hingegen der Entschluss, hinter seinem Versprechen zu stehen. Eine gemeinnützige Organisation in Bremen wird es ihm danken.

(L'essentiel/Erik Hasselberg/DPA)

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