Fussball-EM 2020

14. November 2019 20:04; Akt: 14.11.2019 20:10 Print

Türkei darf trotz Nullnummer zur EM

Die türkische Nationalmannschaft hat vor Erdogans Augen 0:0 gegen Island gespielt. Dennoch gab es riesigen Jubel in Istanbul. Und auch Frankreich kann sich freuen.

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Cengiz Under (l) aus der Türkei und Kolbeinn Sigthorsson aus Island im kämpfen um den Ball. (Bild: DPA)

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Die Türkei und Frankreich haben sich als siebtes und achtes Team für die Fußball-EM 2020 qualifiziert. Die türkische Nationalmannschaft spielte am Donnerstag vor den Augen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in Istanbul 0:0 gegen den Tabellendritten Island, was sowohl den Türken als auch den noch zweitplatzierten Franzosen für das EM-Ticket genügte. Erneuter Salut-Jubel türkischer Nationalspieler war auch aufgrund der fehlenden Treffer zunächst nicht zu erkennen. Frankreich spielt am Abend gegen Moldawien und kämpft gegen die Türkei im Fernduell noch um den Gruppensieg.

Dem türkischen Verband droht allerdings weiterhin eine Strafe wegen des Salut-Jubels am vergangenen Doppelspieltag im Oktober. Der Militärgruß an die an der Offensive in Nordsyrien beteiligten türkischen Soldaten hatte auch in Deutschland für Wirbel gesorgt, in der Türkei hatte sich sogar Erdogan in die Debatte eingeschaltet. Inzwischen gilt in dem Krisengebiet weitestgehend eine Waffenruhe.

Die UEFA ermittelt in dem Fall seit Wochen, weil die Statuten des europäischen Dachverbandes politische Äußerungen jeder Art auf und abseits des Rasens untersagen. Ein Urteil gibt es bis heute jedoch nicht. Die UEFA teilte auf Anfrage lediglich mit, dass es zu dem Thema nichts Neues gebe.

Spanien, Italien, Polen, Belgien, Russland und die Ukraine hatten sich schon vor dem letzten Doppelspieltag die Teilnahme an der paneuropäischen EM-Endrunde gesichert.

(L'essentiel/dpa)

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