Bundesliga

04. Oktober 2019 14:32; Akt: 04.10.2019 15:43 Print

«Wahnsinnsmarke» – Funkel vor 500. Ligaspiel

Friedhelm Funkel ist so etwas wie der «Mr. Bundesliga». Seit fast 30 Jahren als Trainer im Geschäft bestreitet der Coach von Fortuna Düsseldorf am Freitag bei Hertha BSC sein 500. Spiel.

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Die Wertschätzung ist riesig. Vor seinem 500. Bundesligaspiel als Trainer bekommt Liga-Urgestein Friedhelm Funkel jede Menge Respekt entgegen gebracht. Auch vom Freitags-Gegner Hertha BSC gab es für Fortuna Düsseldorfs Chefcoach vor dem vor allem für Funkel auch sportlich wichtigen Spiel ganz viele warme Worte. «Als Trainerkollege habe ich höchsten Respekt davor, was er geleistet hat», sagte Hertha-Coach Ante Covic vor dem Duell beider Teams am Freitagabend (20.30 Uhr): «Er hat aus Düsseldorf wieder einen Bundesligisten gemacht. Man kann nur den Hut ziehen vor so einer Karriere des Trainerkollegen.»

Funkel ist aktuell der Coach mit den sechstmeisten Spielen aller bisherigen Bundesligatrainer. Udo Lattek und Thomas Schaaf wird er ziemlich sicher in dieser Saison auch noch überholen.

«Verschworene Einheit»

Der 44 Jahre alte Covic befindet sich gerade am Anfang seiner ersten Saison als Bundesligatrainer. Der 21 Jahre ältere Funkel erlebte am 8. Juni 1991 sein erstes Bundesligaspiel als Coach. Auch damals ging es für Funkel mit Bayer Uerdingen gegen Hertha BSC, die Berliner gewannen 2:1. Dies sollte sich für die seit fünf Spielen sieglosen Düsseldorfer möglichst nicht wiederholen. Bei aller Freude und allem Stolz über sein seltenes Jubiläum steht für Funkels Fortuna sportlich einiges auf dem Spiel. «Wir müssen versuchen, dort zu punkten», sagte Funkel, der trotz meist guter Leistungen aus sechs Spielen bislang nur vier Punkte mit seiner Fortuna gesammelt und in den vergangenen vier Spielen trotz jeweiliger Führung nie gewonnen hat.

Funkels großes Ziel ist, die Fortuna nach dem souveränen Klassenverbleib in der Vorsaison auch in dieser Spielzeit in der Liga zu halten. «Er ist ein wahnsinnig erfahrener Trainer. Er hat im letzten Jahr aus einem Aufsteiger eine so verschworene Einheit gemacht», lobte der gebürtige Düsseldorfer und heutige Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz, der Funkel «einen feinen Kerl» nannte und die 500 Spiele als «Wahnsinnsmarke» bezeichnete. Funkel war vom Herbst 2009 bis 2010 auch kurz Hertha-Trainer.

Größte Leistung mit Düsseldorf

Der Rheinländer schaffte das Kunststück, seit seinem ersten Bundesligaspiel als Trainer vor 28 Jahren mehr oder weniger ununterbrochen im Profigeschäft zu bleiben. Etliche Trainer kamen und gingen wieder in dieser Zeit, einige zwischendurch sehr gehypte sind längst wieder draußen. Funkel hingegen ist immer noch da. Weil er sich immer wieder fortbildete, neuen Gegebenheiten und Marotten anderer Spielergenerationen anpasste. «Finde ich nicht gut, aber ich akzeptiere das», sagte Funkel im dpa-Interview zu Tätowierungen und der heutigen Vorliebe für Hip-Hop-Musik. Die Wertschätzung, die der Routinier nun zum Ende seiner Karriere erfährt, genießt er schon sehr: «Unangenehm ist mir das natürlich nicht.»

Seine nach eigener Aussage größte Leistung war der Klassenverbleib mit dem Außenseiter Fortuna in der vergangenen Saison. Vor allem die Art und Weise beeindruckte. Der Erfolg war keinesfalls ermauert. Die Düsseldorfer spielen auch in dieser Spielzeit mit begrenzten Mitteln gut anzusehenden Fußball. In der Vorsaison blieb die Fortuna mit 44 Punkten und 16 Zählern Vorsprung auf die Abstiegsränge drin. «Das wird viel schwieriger in diesem Jahr», prophezeite Funkel.

Wer Funkel derzeit beobachtet, erlebt einen Trainer, der vollkommen gelassen in sich ruht und dem der Druck eines Abstiegskandidaten überhaupt nichts anhaben kann. «Das sind Situationen, die ich kenne. Ich weiß, wie ich damit umgehen muss», sagte Funkel zuletzt zur aktuellen Situation der Fortuna, bei der er nach eigener Aussage seine schönste Zeit als Trainer erlebt. Daran könnte auch ein möglicher Abstieg nichts mehr ändern. «Die letzten dreieinhalb Jahre bei Fortuna sind wirklich so positiv verlaufen, wie ich mir das niemals hätte vorstellen können.» Dies könne ihm niemand mehr nehmen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dusninja am 06.10.2019 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hat nur leider nix gebracht. @f95 hoffentlich platzt bald der Knoten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • dusninja am 06.10.2019 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hat nur leider nix gebracht. @f95 hoffentlich platzt bald der Knoten.