Nach Stuttgart-Pleite

28. Februar 2021 11:45; Akt: 28.02.2021 12:15 Print

Schalke feuert Trainer Christian Gross

Am Ende war die Ausbeute für den Schweizer Trainer zu wenig beim Bundesligisten. Neben Christian Gross werden drei weitere Protagonisten entlassen.

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Aus für Christian Gross: Nach nur einem Sieg in elf Spielen beim Tabellenletzten der Bundesliga wird der 66-jährige Schweizer auf Schalke entlassen. Einen Tag nach der blamablen 1:5-Niederlage gegen den VfB Stuttgart muss der 66-Jährige seine Koffer packen. Er ist bereits der vierte Trainer, der diese Spielzeit an der Seitenlinie der Königsblauen stand. Doch Gross ist nicht der einzige Akteur, der am Sonntagmorgen entlassen wird. Auch Sportvorstand Jochen Schneider, Teammanager Sascha Riether sowie Athletiktrainer Werner Leuthard werden freigestellt.

Spieler-Revolte vor Stuttgart Klatsche

Bereits am Samstag vor dem Spiel wurden Stimmen laut, dass es intern eine Spieler-Revolte gegen den Trainer gegeben hat. Führungsspieler haben Christian Gross vorgeworfen, zu wenige taktische Anweisungen vor den Spielen zu geben. Weiter bemängelten sie, dass der 66-Jährige die Namen von Spielern verwechselte. Sie forderten bei Sportchef Jochen Schneider die Entlassung des Trainers. Schneider hatte dies zunächst abgelehnt. Gross schloss nach der Pleite in Stuttgart einen Rücktritt aus.

Nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart sagte der Schweizer vor dem Sky-Mikrofon: «Ich bin nun schon lange im Fußballbusiness dabei. Ich habe gelernt, dass wenn jemand ein Problem hat, er direkt zu mir kommt und wir das unter vier Augen besprechen.» Es sei jedoch kein Spieler zu ihm gekommen und habe das Gespräch gesucht. Einen Rücktritt schloss Gross selbst nach der Revolte aber vehement aus: «Nein, nein», sagte der 66-Jährige nach dem Abpfiff am Samstag bei Sky auf die Frage, ob er hinwerfen würde: «Für mich gibt es kein Aufgeben.»

Ein Sieg aus elf Spielen

Laut «Sky» ist Peter Knäbel der neue Sportchef auf Schalke und übernimmt den Posten von Jochen Schneider. Als neuer Trainer wird wahrscheinlich eine interne Lösung gesucht. Von offizieller Seite auf Schalke wurde aber noch nichts bestätigt. Gerald Asamoah wird neuer Leiter der Lizenzspieler-Abteilung. Somit löst er Sascha Riether ab, der auch am Sonntag entlassen wurde. Mit nur neun Punkten aus 23 Spielen haben die Königsblauen bereits neun Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz 16. Acht der elf Pflichtspiele in der kurzen Amtszeit von Gross verloren die Schalker, neben dem Sieg gegen Hoffenheim gelangen lediglich zwei Remis.

Im Schnitt holte Gross mit den Knappen nur 0,45 Punkte pro Spiel und war nur 63 Tage im Amt. Nächste Woche kommt es dann wahrscheinlich zum definitiven Schicksalsspiel. Schalke trifft auf Tabellen-Nachbarn Mainz. Bereits jetzt beträgt der Rückstand auf die Mainzer acht Punkte.

(L'essentiel/Erik Hasselberg/Florian Osterwalder)

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