Ein Fall für die Stoppuhr

05. Juli 2018 12:22; Akt: 05.07.2018 12:25 Print

So lange lag Neymar bei der WM am Boden

Der Brasilianer ist der meistgefoulte Spieler des Turniers – und verbrachte fast 14 Minuten am Boden.

Mit solchen Aktionen wie gegen Serbien polarisiert Neymar. Video: SRF

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Rollt er eigentlich immer noch? Neymars Schwalben und Übertreibungen polarisieren. Dass der Brasilianer nebenbei noch ganz gut Fußball spielt, geht fast vergessen. Radio Télévision Suisse hat nun mit der Stoppuhr nachgemessen, wie viel Zeit Neymar an dieser WM bisher am Boden verbrachte.

Zu Neymars Schutz muss gesagt sein: Er ist der mit Abstand meistgefoulte Spieler des Turniers. 23 Mal pfiff der Schiedsrichter ein Vergehen an ihn, an zweiter Stelle steht Lionel Messi mit 15 erlittenen Fouls.

Gegen Mexiko mehr als 5 Minuten am Boden verbracht

Was nach den Fouls an Neymar geschah, ist aber rekordverdächtig: Der 26-Jährige hat laut RTS in seinen vier Spielen ganze 13 Minuten und 50 Sekunden am Boden gelegen. Pro Foul sind dies im Durchschnitt gut 36 Sekunden. Am längsten lag er im Achtelfinale gegen Mexiko auf dem Rasen: 5 Minuten und 29 Sekunden.

So lacht die Welt über Neymar. Quelle: Twitter

Gegen die Schweiz waren es 3:40, gegen Costa Rica 2:45 und gegen Serbien 1:56 Minuten. Waren es früher die Italiener, die mit Schwalben in Verbindung gebracht wurden, ist es heute vor allem einer: Neymar.

Bildstrecke: So lange lag Neymar bei der WM am Boden

Vorbild für die Junioren

Junioren des FC Widnau (Schweiz) haben die Schauspielerei zum Vorbild genommen für ein Video, das momentan viral geht. Ein «Neymar»-Ruf ihres Trainers reicht, und schon wälzt sich der Nachwuchs am Boden:

Was in 5 Minuten sonst noch passieren kann

Neymar allein hat das Spiel gegen Mexiko also um mindestens 5:29 Minuten verkürzt. Was in derselben Zeit in einem WM-Achtelfinale sonst noch alles passieren kann, haben andere gezeigt:

- Kylian Mbappé schoss Argentinien mit zwei Toren zwischen der 64. und der 68. Minute im Alleingang aus dem Turnier. Frankreich machte so aus dem 2:2 ein 4:2.

- Belgien machte innerhalb von vier Minuten einen Zweitore-Rückstand wett. Stand es zu Beginn der 69. Minute noch 0:2, hieß es nach der 74. Minute 2:2.

- Wer bei Kroatien gegen Dänemark den Fernseher zu spät einschaltete, musste bis zum Elfmeterschießen auf weitere Treffer warten. Beide Teams hatten nach weniger als vier gespielten Minuten bereits je einmal getroffen.

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(L'essentiel/te)

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