Fussball in Luxemburg

15. November 2017 09:12; Akt: 15.11.2017 10:06 Print

Kunstrasenplätze eine Gefahr für die Gesundheit?

LUXEMBURG – Laut mehreren Studien kann recyceltes Granulat auf Kunstrasenplätzen krebserregend sein. Wie steht es um die Spielflächen im Großherzogtum?

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Älteres Granulat auf Kunstrasenplätzen steht unter Verdacht, krebserregend zu sein. (Bild: DPA)

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«Ist das Granulat auf Kunstrasenplätzen krebserregend?»Diese Frage kam in der vergangenen Woche in mehreren französischen Medien auf. Demnach hätten Studien belegt, dass die bis zu 23.000 Granulatteilchen auf den Spielflächen etwa 200 toxische und krebsfördernde Stoffe enthalten würden.

L'essentiel hat beim Luxemburger Fußballverband FLF nachgefragt. «In den vergangenen Jahren haben sich die Kunstrasenplätze enorm weiterentwickelt», sagt Claude Kremer, Präsident der Platzkommission. «In Luxemburg werden diese Plätze alle zehn bis zwölf Jahre erneuert. Sie müssen den Qualitätsstandards der Fifa Quality oder Fifa Quality Pro genügen.» Das in einigen der Studien involvierte Granulat wurde laut dem Verband bereits durch Stoffe der «neueste Generation» ersetzt.

Ajax erneuert Trainingszentrum

Laut französischen Medien hätten in den USA hunderte Städte beschlossen, von geplanten Projekten abzusehen. In den Niederlanden hat Ajax Amsterdam entschieden, die Kunstrasenplätze auf ihrem Sportkomplex «De Toekomst» komplett auszutauschen. «Im Großherzogtum müssen die beteiligten Unternehmen ein entsprechendes Zertifikat vorlegen. Die verwendeten Materialien müssen sicher sein und in geprüften Labors kontrolliert werden», sagt Kremer. «Die Tests werden in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium durchgeführt. Die letzten Proben wurden vom Platz in Esch/Alzette vorgenommen. Es wurden keine Anomalien gefunden.»

Auch Sportminister Romain Schneider meldete sich in einer parlamentarischen Antwort: «Die beiden Kunstrasenplätze der ersten Generation in Luxemburg wurden mittlerweile erneuert.» Die von der französischen Presse als schädlich titulierten Plätze gebe es demnach hier im Lande nicht mehr.

(Frédéric Lambert/L'essentiel)

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