Rheinland-Pfalz

29. Juli 2020 19:25; Akt: 29.07.2020 20:16 Print

FCK entscheidet sich für regionale Investoren

KAISERSLAUTERN – Der Gläubigerausschuss des insolventen 1. FC Kaiserslautern hat sich am Mittwoch für ein regionales Rettungskonzept entschieden.

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Die Investorengruppe will den 1. FC Kaiserslautern aus der Insolvenz führen. (Bild: DPA/uwe Anspach)

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Der 1. FC Kaiserslautern hat sich in seinem Insolvenzverfahren für eine Gruppe regionaler Investoren entschieden. Dies ist das Ergebnis einer Sitzung des Gläubigerausschusses beim Fußball-Drittligisten am Mittwoch. Dessen Mitglieder sehen «in der regionalen Investorengruppe die wirtschaftlich beste Basis für eine nachhaltig belastbare Zukunft des Vereins», teilte der FCK mit. Die Verträge müssen noch ausgehandelt werden.

Der viermalige deutsche Meister befindet sich im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Nicht in Vertragsverhandlungen geht der FCK mit der sogenannten Dubai-Gruppe, hinter dessen Offerte der 71 Jahre alte deutsche Geschäftsmann Horst Peter Petersen stehen soll.

Unsicherheiten geben den Ausschlag

Der vom Amtsgericht Kaiserslautern bestellte Sachwalter Andreas Kleinschmidt sprach bei der Pressekonferenz davon, dass man die Transaktionssicherheit nicht abschließend habe klären können. Außerdem hätte es Probleme mit verbandsrechtlichen Regularien geben können.

Zu der regionalen Investorengruppe um Sprecher Giuseppe Nardi zählen auch Peter Theiss, Klaus Dienes, Dieter Buchholz und Axel Kemmler. Bei Nardi und Co. wird von einem Angebot um die acht Millionen Euro berichtet. Zu der Summe wollte der FCK keine Angaben machen. Mit dem Geld soll der sportliche Fortbestand des hoch verschuldeten Fritz-Walter-Clubs gewährleistet werden.

Zu einem möglichen Einstieg des Luxemburger Investors Flavio Becca zu einem späteren Zeitpunkt, sagte der Beiratsvorsitzende Dr. Markus Merk gegenüber liga3-online.de, dieser sei «überhaupt kein Thema». Ein Einstieg Beccas beim FCK wurde vor einem Jahr heiß diskutiert. Eine Hürde gilt es bei der Rettung noch zu nehmen, über die Forderung der Investoren nach einem Schuldenschnitt wurde noch nicht entschieden. Im Raum steht ein Verzicht auf 90 Prozent der offenen Forderungen, dem die Gläubiger zustimmen müssten. Zu denen gehört auch Becca.

(l'essentiel/dpa)

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