Rücktritt

27. Dezember 2017 13:24; Akt: 27.12.2017 14:06 Print

Russland verliert seinen WM-​​Cheforganisator

Der russische Vizeministerpräsident Witali Mutko tritt als Cheforganisator der Fußball-WM 2018 in Russland zurück. Das teilte Mutko in Moskau mit.

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Witali Mutko ist nicht mehr länger in seinem Amt. (Bild: DPA/-)

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Ein halbes Jahr vor der Fußball-WM in Russland gibt der im Dopingskandal bedrängte Cheforganisator Witali Mutko seinen Posten auf. Der bisherige Geschäftsführer Alexej Sorokin soll an die Spitze des Organisationskomitees aufrücken. Das teilte der Vizeministerpräsident Mutko am Mittwoch in Moskau mit, wie die staatliche Agentur R-Sport meldete. «Ich konzentriere mich auf meine Arbeit in der Regierung.» Die WM-Endrunde in Russland, bei der Weltmeister Deutschland seinen Titel verteidigen will, findet vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 statt.

«Es gibt noch viele Arbeit. Aber ich bin absolut überzeugt, dass alles pünktlich fertig sein wird», sagte Mutko. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den langjährigen Sportminister lebenslang für Olympia gesperrt. Am Montag hatte Mutko bereits die Leitung des russischen Fußballverbands für bis zu sechs Monate niedergelegt. In dieser Zeit wolle er sich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne gegen die Olympia-Sperre wehren.

Weggefährte Putins

Er hatte dabei bereits einen Rückzug als Cheforganisator nicht ausgeschlossen. Darüber müssten aber Präsident Wladimir Putin und die russische Regierung befinden, sagte er. Das IOC hält Mutko für einen der Verantwortlichen im russischen Doping-Skandal.

Die russische Politik weist den Vorwurf systematischen Dopings zurück und spricht von Einzelfällen. Der Weltverband Fifa hatte sich nach der Olympia-Sperre zunächst hinter Mutko gestellt, ist aber in der Frage des Umgangs mit Doping selbst unter Druck geraten.

Mutko ist ein langjähriger sportpolitischer Weggefährte Putins. Wie der Kremlchef begann er seine Karriere in St. Petersburg. Den Fußballverband führte er bereits von 2005 bis 2009. Im Jahr 2015 ließ er sich erneut an die Spitze wählen.

(L'essentiel/dpa)

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