Heimlicher Held

08. Juli 2018 12:56; Akt: 08.07.2018 12:59 Print

Der andere Harry

Harry Maguire verfolgte die EM vor zwei Jahren noch als Fan von der Tribüne aus. Nun köpfte er England in das WM-Halbfinale.

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Harry Maguire (m.) jubelt mit seinen Teamkollegen John Stones und Harry Kane über den Führungstreffer gegen Schweden. (Bild: DPA/Chen Yichen)

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Mit dem Sieg gegen Schweden steht England erstmals seit 1990 wieder unter den besten vier der Welt, und natürlich hat Harry großen Anteil daran. Im Viertelfinale war es aber nicht Harry Kane, der bereits sechs mal getroffen hat, sondern Innenverteidiger Harry Maguire.

Der 25-Jährige von Leicester City erzielte in seinem 10. Länderspiel sein erstes Tor und das zu so einem wichtigen Zeitpunkt. Dabei hätte er sich dies wohl lange nicht vorstellen können. Maguire debütierte erst im vergangenen Oktober für die Nationalmannschaft, zwei Jahre zuvor war er noch als Fan mit Freunden an die EM nach Frankreich gereist, nun ist er mittendrin.

2016 war er gerade mit Hull City in die Premier League aufgestiegen, und sah in St. Etienne Englands 0:0 gegen die Slowakei. Nach dem Ausscheiden gegen Island schwor er noch am gleichen Abend, dass er kämpfen würde bis zum Umfallen wenn er einmal Nationalspieler sei.

«Ich bin mir der Opfer, welche die Fans für die Mannschaft bringen, während der EM total bewusst geworden. So eine Reise kostet unglaublich viel Geld und Energie.Ich konnte damals live mitfühlen, was diese Mannschaft den Fans bedeutet. Schon allein deshalb war die Reise nach Frankreich eine lehrreiche und ungeheuer wertvolle Erfahrung für mich.»

2 years on... have a good trip lads Ein Beitrag geteilt von Harry Maguire (@harrymaguire93) am Jun 24, 2018 um 7:44 PDT

Sie scheint sich auszuzahlen. Dabei fing seine Nationalmannschafts-Karriere gleich einmal mit einem Fauxpas an, das heißt mit einem Scherz von Teamkollege Vardy. Dieser sagte ihm, er soll seine persönlichen Sachen in einem schwarzen Müllsack mit ins Trainingslager nehmen. Maguire glaubte das, machte das, und so musste er einiges an Gelächter über sich ergehen lassen.

Jetzt ist er in der Verteidigung fast nicht mehr wegzudenken. Auch der ehemalige englische Star-Verteidiger Rio Ferdinand ist voll des Lobes für Maguire: «In beiden Strafräumen war er heute extrem wichtig. Er ist ein Hüne aber am Ball sehr flink. Im Moment ist er unersetzlich für diese Mannschaft.»

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(L'essentiel/sal)

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