Show-Act beim BVB

23. März 2018 13:57; Akt: 23.03.2018 13:57 Print

Ein Bolt-​​Tunnel als Höhepunkt des Trainings

Usain Bolt trainiert am Freitag öffentlich mit Borussia Dortmund. Der Jamaikaner tunnelt, trifft per Kopf und versenkt einen Elfmeter.

Schob Tunnels und traf per Kopf: Usain Bolt im BVB-Training. (Video: Tamedia/BVB)

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Der Anlass war groß angekündigt, wie immer wenn Usain Bolt etwas vorhat. Am Freitagmorgen trainierte er das zweite Mal bei Borussia Dortmund mit, dieses mal öffentlich, vor 1400 Besuchern. Zugegeben, schlecht machte der Jamaikaner das nicht, dass er nicht das erste Mal einen Ball am Fuß hatte, war offensichtlich. Bolts Höhepunkte: Er gab einem Gegner ein Tunnel, erzielte im Trainingsspiel ein sehenswertes Kopfballtor und verwandelte am Schluss einen Elfmeter.

Dass der ehemalige Übersprinter tatsächlich Profi-Fußballer wird, darf dennoch ausgeschlossen werden. Es ist sogar unmöglich, vor allem bei einem der besten Bundesliga-Clubs. Das bewies der Jamaikaner schon, als er nach ersten Sprintübungen außer Atem war.

Bolt erhielt Aufmerksamkeit

Bolt sorgte aber dafür, dass die Dortmunder Trainingseinheit überaus gut besucht war. Und das obwohl ein Großteil des Kaders derzeit mit der Nationalmannschaft unterwegs ist. Immerhin war Mario Götze da, der von Jogi Löw für die anstehenden Länderspiele gegen Spanien und Brasilien nicht aufgeboten worden war. So hat Bolts Auftritt seinen Zweck mehr als erfüllt: Aufmerksamkeit.

Doch warum genau in Dortmund? Ganz einfach, Bolt ist (wie BVB-Spieler Marco Reus) Markenbotschafter von Puma, dem Ausrüster der Dortmunder. Und von allen von Puma ausgerüsteten Vereinen ist Dortmund neben Arsenal der mit der größten internationalen Strahlkraft. Trotz Tunnels, Kopfbällen und kurzen Sprints: Bolts absolvierte Trainingseinheit ist also – wenig überraschend – nichts weiter als ein PR-Gag.

Einer der grundsätzlich gut durchdacht war, aber nicht reibungslos funktionierte. So markierte der Superstar in seinen Twitter-Posts stets einen falschen Dortmunder Account. Das blieb unter den Usern natürlich nicht unbemerkt:

Beim ganzen Trainingsstress hat Bolt sogar vergessen, das Preisschild von seiner Mütze zu nehmen:

Vorbereitung auf Robbie Williams

Bolt hatte im August vergangenen Jahres nach der Leichtathletik-WM in London seine Karriere beendet. Seither arbeitet der achtfache Olympiasieger auf eine Zukunft im Fußball hin. Sein Lieblingsverein ist der englische Rekordmeister Manchester United. Weshalb kam Dortmund ins Spiel? Der BVB hat den gleichen Ausrüster wie der Jamaikaner.

Dass Bolt kicken kann, ist unbestritten. Aber reicht es ihm zum Profi? Er hatte bereits mehrmals betont, dass eine Karriere als Fußballer ein Kindheitstraum gewesen war. «Das ist ein persönliches Ziel. Mir ist es egal, was andere Leute darüber sagen», bekräftigte der Weltrekordhalter über 100 und 200 Meter vor nicht allzu langer Zeit. «Ich glaube echt, dass ich eine Chance habe. Ich schaue viel Fußball und verstehe ihn. Mit Training werde ich richtig gut sein.» Wie gut, wird die Öffentlichkeit heute erfahren.

Ende Februar sagte Bolt, er habe seinen ersten Vertrag bei einem Fußball-Verein unterzeichnet – ohne ihn allerdings zu benennen. Am 10. Juni führt er im Old Trafford von Manchester United eine Weltauswahl «Soccer Aid World XI» an. Kapitän der gegnerischen englischen Mannschaft von Ex-Fußballern und Showgrößen ist Popstar Robbie Williams. Der Erlös des Benefizspiels kommt der Unicef zu Gute.

Pro Evolution Soccer präsentiert Bolt bereits als Profi:

(L'essentiel/mro/sda)

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