Manuel Burga

27. Dezember 2017 09:47; Akt: 27.12.2017 10:02 Print

Freispruch im Fifa-​​Prozess für Ex-​​Funktionär

Perus früherer Fußball-Verbandschef Manuel Burga habe sich nicht der Korruption schuldig gemacht, entschied das New Yorker Gericht.

storybild

Burga weinte nach der Urteilsverkündung. (Bild: DPA/Seth Wenig)

Zum Thema

Mit einem Freispruch ist in New York das letzte Urteil im ersten Prozess rings um den Fifa-Korruptionsskandal gefallen. Eine New Yorker Jury befand am Dienstag, Perus früherer Fußball-Verbandschef Manuel Burga habe sich nicht der Korruption schuldig gemacht. Der 60-Jährige weinte im US-Bundesgericht in Brooklyn, nachdem die Jury ihre Entscheidung verkündet hatte.

Die beiden anderen Angeklagten, Jose Maria Marin und Juan Angel Napout, waren am Freitag für schuldig befunden und inhaftiert worden. Das Strafmaß gegen sie steht noch nicht fest. Der 85-jährige Marin war Präsident des brasilianischen Fußball-Verbandes und soll 6,5 Millionen Dollar angenommen haben. Der 59 Jahre alte Paraguayer Napout leitete die südamerikanische Konföderation Conmebol und soll seit 2010 10,5 Millionen Dollar akzeptiert haben. Als Gegenleistung für die Schmiergelder sollen lukrative TV- und Sponsorenrechte für große Fußballturniere an eine Marketingfirma vergeben worden sein.

«Meine Geschichte im Fußball ist vorbei»

Burga war durch die Anklage mit Bestechungsgeldern in Höhe von 4,4 Millionen Dollar in Verbindung gebracht worden. Allerdings hatte er selbst kein Geld angenommen. Burgas Anwalt erklärte dagegen, noch nie sei aus so wenigen Beweisen so viel gemacht worden.

Sein Mandant erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP, als er den Gerichtssaal verließ: «Gott segne Amerika.» Als Funktionär will er sich nicht mehr betätigen. «Meine Geschichte im Fußball ist vorbei», sagte der Peruaner. Er will nach 15 Jahren nun wieder hauptberuflich als Anwalt tätig sein.

Marin, Napout und Burga waren 2015 verhaftet worden. Nach dem Schuldspruch hatte das Gericht wegen Fluchtgefahr Haft für Marin und Napout angeordnet. Ein Sprecher der Fifa erklärte, der Fußball-Weltverband sehe sich als Geschädigter und strebt eine Entschädigung durch Funktionäre an, die ihre Ämter missbraucht hätten. Burga durfte dagegen über Weihnachten gegen Kaution auf freiem Fuß bleiben. Sein Anwalt hatte zuvor schon die Hoffnung auf einen Freispruch geäußert.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.