Laut Bericht

29. Juli 2018 18:13; Akt: 29.07.2018 18:13 Print

Katar setzte Ex-​​CIA-​​Agenten gegen WM-​​Rivalen ein

Fake News sollten Katars Rivalen Australien und die USA von einer Bewerbung um die Weltmeisterschaft abhalten.

storybild

Katarische Fußballfans bei der WM in Russland.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Sunday Times berichtete am Sonntag unter Berufung auf von einem Informanten erhaltene E-Mails, das Bewerbungskomitee des Golfstaates habe eine PR-Firma sowie ehemalige Agenten des US-Geheimdienstes CIA beauftragt, Fake-Propaganda über Katars Hauptrivalen Australien und die USA zu verbreiten.

Laut Sunday Times zeigt eine E-Mail an den Vizechef des Bewerbungskomitees, Ali al-Thawadi, dass die katarische Führung über die Strategie, andere potenzielle WM-Gastgeber zu diskreditieren, Bescheid gewusst habe. Die Katarer warben dem Bericht zufolge gezielt einflussreiche Persönlichkeiten aus den anderen Bewerberländern an. Sie sollten sich gegen die Bewerbung um das Sportereignis wenden und den Eindruck erwecken, es gebe in den jeweiligen Ländern keinerlei Unterstützung für die Bewerbung.

Verstoß gegen Fifa-Vorschriften?

Der Welt-Fußballverband Fifa legt bei der Ausschreibung der Weltmeisterschaften Wert darauf, dass es in der jeweiligen Bevölkerung eine breite Unterstützung für die Bewerbung um die Ausrichtung des Turniers gibt. Katar habe diese Vorgabe gegen die Mitbewerber gewandt, schreibt die Sunday Times. Dabei habe das Land gegen die Fifa-Vorschrift verstoßen, wonach Bewerber die Bewerbungen anderer Länder in keinerlei Weise kommentieren dürfen.

Um die USA als Rivale auszuschalten, sei in Katars Auftrag sogar eine Resolution für den US-Kongress geplant worden, berichtete die Sunday Times. Darin seien die «schädlichen» Auswirkungen der WM-Bewerbung dargelegt worden. Außerdem habe ein US-Professor 9000 Dollar erhalten, um einen Bericht über die wirtschaftliche Belastung der Vereinigten Staaten durch eine Ausrichtung der WM zu erstellen.

Der kommende WM-Gastgeber Katar stand schon vorher in der Kritik, etwa weil er für den Bau der Fußballstadien massenhaft Gastarbeiter ausbeutete. Außerdem ergaben teilweise veröffentlichte Ermittlungen der Fifa-Untersuchungskammer, dass bei der Vergabe der WM an Katar hohe Summen an Schmiergeldern geflossen sind.

(L'essentiel/hvw/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Platten am 16.08.2018 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Man sollte der Fifa einen Denkzettel verpassen und die WM in Katar boykottieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Platten am 16.08.2018 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Man sollte der Fifa einen Denkzettel verpassen und die WM in Katar boykottieren.