Chelsea in der Krise

22. Februar 2012 17:28; Akt: 22.02.2012 17:35 Print

Villas-Boas geht es an den KragenVillas-Boas geht es an den Kragen

André Villas-Boas hat mit Chelsea das Achtelfinale-Hinspiel gegen Napoli in den Sand gesetzt. Ein weiterer Ausrutscher könnte den Geduldsfaden von Roman Abramowitsch endgültig zum Reißen bringen.

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Nach der 1:3-Auswärtsniederlage im Achtelfinale-Hinspiel gegen Napoli hat sich Chelsea-Coach André Villas-Boas endgültig ins Abseits gestellt. Die Geduld von Klub-Präsident Roman Abramowitsch dürfte allmählich aufgebraucht sein. Fliegt der 34-jährige Portugiese nach dem Rückspiel gegen die Italiener mit seiner Mannschaft aus der Königsklasse, so dürften seine Tage gezählt sein - wenn nicht schon früher.

Auch national läuft es den «Blues» überhaupt nicht. Im Carling Cup ist das Team von Villas-Boas Ende November zuhause gegen Liverpool mit 0:2 ausgeschieden. Im traditionellen FA-Cup steht den Londonern ein schweres Achtelfinale-Rückspiel bei Birmingham City bevor. Der Drittplatzierte der zweithöchsten Spielklasse hat sich an der Stamford Bridge ein 1:1 erarbeitet und Chelsea damit im Hinblick auf das Rückspiel arg in Bedrängnis gebracht.

Champions-League-Platz in weiter Ferne

Der Brandherd ist aber das schlechte Abschneiden in der Premier League. In diesem Jahr konnten die Londoner bisher lediglich zwei Siege feiern. Seit vier Spielen sind die «Blues» ohne Sieg (drei Unentschieden und eine Niederlage). In der Tabelle belegt das Team von Villas-Boas hinter Manchester City, Manchester United, Tottenham und Arsenal abgeschlagen den fünften Platz, 17 Punkte hinter dem Leader und 10 Punkte hinter einem Champions-League-Platz. Den «Blues» droht damit die schlechteste Saison seit neun Jahren. Seit 2002/2003 war das Team am Ende der Saison nie schlechter als auf dem zweiten Rang klassiert.

Der schwerreiche Klubchef Roman Abramowitsch, der seit dem 1. Juli 2003 Besitzer der Londoner ist, wird seinen Mann an der Seitenlinie mit Argusaugen beobachten. Schließlich hat der 45-jährige Russe im vergangenen Sommer 15 Millionen Euro hingeblättert, um den frisch gebackenen Meister, Pokal- und Europa-League-Sieger mit dem FC Porto an die Stamford Bridge zu holen. Der Portugiese löste Carlo Ancelotti nach zwei Jahren Amtszeit ab. Mit gerade einmal 33 Jahren galt Luis André Pina Cabral Villas-Boas, wie er mit vollem Namen heißt, als das neue «Wunderkind» unter den Trainern. Kehrt der «Youngster» nicht bald zum Siegen zurück, dürften seine Tage bei Chelsea aber bald gezählt sein.

(L'essentiel online/als )

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