Letzte Teilnehmer gesucht

09. November 2017 13:49; Akt: 09.11.2017 15:11 Print

WM vor Augen: Teams in den Playoffs gefordert

In den sechs Playoffs zur Fußball-WM 2018 und den abschließenden Gruppenspielen in Afrika werden die letzten neun Plätze für das Turnier vergeben.

storybild

Der deutsche Trainer Michael Skibbe trifft mit Griechenland auf Kroatien. (Bild: DPA/Panagiotis Moschandreou)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema

Eine Weltmeisterschaft ohne den viermaligen Titelträger Italien ist für viele Fußball-Fans kaum vorstellbar. 2018 könnte die Squadra Azzurra erst zum zweiten Mal nach 1958 wieder ein WM-Turnier verpassen. In zwei Playoff-Spielen muss sich das Team um Welttorhüter Gianluigi Buffon, das in der Qualifikations-Gruppe G nur Zweiter hinter Spanien wurde, gegen Schweden durchsetzen - sonst wird's nichts mit der WM-Teilnahme in Russland. Daneben sorgt das Duell Griechenlands mit dem deutschen Trainer Michael Skibbe gegen Kroatien für die größte Aufmerksamkeit.

«Ich habe niemals daran gedacht, nicht zur WM zu fahren. Italien hat uns niemals im Stich gelassen und wir werden Italien nicht im Stich lassen», sagte der italienische Trainer Giampiero Ventura vor dem Hinspiel im schwedischen Solna am Freitag. Das Rückspiel findet am Montag in Mailand statt.

Griechenland will zurück auf die Bühne

Neben den Italienern und den Schweden, die letztmals 2006 beim «Sommermärchen» in Deutschland teilnahmen, kämpfen zehn weitere Teams in fünf Playoff-Partien um das WM-Ticket. In Afrika werden in den letzten Gruppenspielen zudem drei weitere Teilnehmer gesucht.

In den Playoffs will Skibbe 16 Jahre nach dem verlorenen WM-Finale mit Deutschland 2002, als er Co-Trainer von Rudi Völler war, mit Griechenland zurück auf die größte Fußball-Bühne der Welt. Auf dem Weg nach Russland (14. Juni bis 15. Juli) muss sich der deutsche Coach mit der griechischen Nationalelf, die in der Quali-Gruppe H Zweiter hinter Belgien wurde, gegen Kroatien durchsetzen.

Schweiz muss in Nordirland ran

In der Weltrangliste liegt Kroatien mit seinem Starspieler Luka Modric von Real Madrid auf Platz 18, Griechenland mit den Bundesliga-Profis Sokratis (Borussia Dortmund) und Kyriakos Papadopoulos (Hamburger SV) auf Rang 47. «Für uns sind diese Playoffs eine Herausforderung», sagte Skibbe vor dem Hinspiel am Donnerstag in Zagreb. «Wir sind gut vorbereitet.». Das Rückspiel steigt am Sonntag in Piräus. Qualifizieren will sich Skibbe mit einem System, das dem von Otto Rehhagel beim Europameistertitel der Griechen 2004 ähnelt. Hinten dicht - und vorne effektiv sein.

Um zwei weitere europäische WM-Startplätze streiten Dänemark und Irland sowie Nordirland und die Schweiz. Die Eidgenossen mit dem Mönchengladbacher Torwart Yann Sommer hoffen dabei auf die vierte WM-Teilnahme in Serie. 2014 in Brasilien erreichten sie das Achtelfinale.

Leidenschaft begeisterte

Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic fürchtet vor dem Hinspiel am Donnerstag im Windsor Park von Belfast besonders die Mentalität der Nordiren und ihrer Fans, die mit ihrer Leidenschaft zuletzt bei der EM in Frankreich begeisterten. Dort erreichte das Team das Achtelfinale. «Das Publikum kann 20 bis 30 Prozent ausmachen», sagte Petkovic. Würden sich die Nordiren durchsetzen, wäre es ihre erste WM-Teilnahme seit Mexiko 1986.

Neben den Paarungen in Europa stehen in den Playoffs zwei interkontinentale Duelle zwischen Neuseeland und Peru sowie Honduras und Australien an. Dazu werden noch drei Starter aus Afrika gesucht.

Der «alte Mann» und das Tor

Der Fokus in Europa richtet sich jedoch vor allem auf Italien. Gegner Schweden, aus dessen aktuellem Kader noch kein Profi bei einer WM gespielt hat, ist entsprechend motiviert. Die EM in Frankreich sei schon fantastisch gewesen, meinte Sebastian Larsson von Hull City. «Aber es ist die WM, von der man als Kind geträumt hat.» Dorthin will das Team auch ohne seinen noch verletzten Superstar Zlatan Ibrahimovic.

Italiens Buffon, der 2006 in Deutschland Weltmeister wurde, träumt derweil von seiner sechsten WM-Teilnahme. In Russland würde er nächsten Sommer als 40-Jähriger im Tor stehen.

Europa, Play-off-Runde, Hinspiele:
Donnerstag
Nordirland - Schweiz 20.45
Kroaten - Griechenland 20.45
Freitag
Schweden - Italien 20.45
Samstag
Dänemark - Irland 20.45

Weitere Playoff-Begegnungen weltweit:
Freitag
Honduras - Australien 23.00
Samstag
Neuseeland - Peru 04.15

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.