Mats Hummels

17. Juni 2019 11:30; Akt: 17.06.2019 14:46 Print

Bayern brauchen ihn nicht mehr, BVB lockt ihn

Mats Hummels steht vor seiner Rückkehr zu Dortmund, wo er zum Weltklasse-Verteidiger reifte.

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An eine Rückkehr von Mats Hummels dachte Borussia Dortmund schon im Moment seines Abschieds. Nach dem erst im Elfmeterschießen verlorenen DFB-Pokal-Finale 2016 gegen Bayern München sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke auf dem Bankett zum damaligen Nationalspieler: «Ich gehe davon aus, dass wir uns wiedersehen, und ich kann dir eins sagen: Du bist beim BVB immer extrem willkommen.»

Drei Jahre nach Hummels' Abgang nach München, wo der Verteidiger bis 2008 fußballerisch groß geworden war, steht nun angeblich die nächste Rückkehr bevor. Nach Informationen der «Bild am Sonntag» sind «die Dinge zwischen den Münchnern und dem BVB weitgehend» geklärt. 20 Millionen Euro Ablöse plus Erfolgsboni sollen die Dortmunder auf der Suche nach einem Führungsspieler für die Verteidigung bieten. «Bild» und «Sport Bild» zufolge soll Bayern-Coach Niko Kovac einen möglichen Verkauf von Hummels akzeptiert haben, die beiden haben dem Vernehmen nach ohnehin kein gutes Verhältnis.

Die Sache mit der Ablösesumme

Laut «Kicker» und der «Süddeutschen Zeitung» gibt es hingegen noch Gesprächsbedarf hinsichtlich der Ablösesumme. Es sei «noch lange keine Einigung erzielt», schrieb am Sonntag der «Kicker» mit Bezug auf Kreise des FC Bayern. Die Aussage beziehe sich auf die Transfersumme, die sich die Münchner für den 30 Jahre alten ehemaligen Nationalverteidiger vorstellen würden. Ein Betrag zwischen 15 bis 20 Millionen Euro würde angeblich nicht genügen, eingehende Verhandlungen seien nötig.

Die «Süddeutsche Zeitung» schrieb, dass «alle Kontakte zwischen den Clubs bisher höchst informell» seien. Von einer Einigung auf «um die 20 Millionen Euro könne noch keine Rede» sein.

Aus dem Bayern-Umfeld wurden der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Überlegungen hinsichtlich einer Hummels-Rückkehr bestätigt. Eine offizielle Stellungnahme der Münchner lag zunächst nicht vor. BVB-Sportdirektor Michael Zorc teilte der Nachrichtenagentur dpa mit: «Ich möchte die Gerüchte aktuell nicht kommentieren.»

Bayern treiben Facelifting voran

Eine Rückkehr nach Dortmund könnte für Hummels, der dort von 2008 bis 2016 zum Top-Abwehrspieler reifte, einen gewissen Reiz haben. Als Führungskraft mit Persönlichkeit könnte er in einer Innenverteidigung neben Manuel Akanji (23), Dan-Axel Zagadou (20) oder Abdou Diallo (23) für Stabilität sorgen. Kopfball- und Stellungsspiel sind seine klaren Stärken.

Mit einem Abschied von Hummels würden dagegen die Münchner ihr Facelifting weiter beschleunigen. Die Altstars Arjen Robben und Franck Ribéry sind schon weg. Vereinspatron Uli Hoeness hat Hummels' Weltmeisterkollege in der Innenverteididung, Jérôme Boateng, selbst einen Wechsel empfohlen. Selbst im Fall eines Abschieds von Hummels erscheint ein Verbleib des ebenfalls 30-Jährigen an der Isar mehr als zweifelhaft.

Längst ist Niklas Süle (23) die Nummer eins in der bayerischen Innenverteidigung. In Lucas Hernández (23/Atlético Madrid/80 Millionen Euro) und Benjamin Pavard (23/VfB Stuttgart/35 Millionen) kommt junge Konkurrenz. Trotz Tempodefizits kann auch der 30 Jahre alte Javi Martínez in der Innenverteidigung eingesetzt werden.

(L'essentiel/dpa)

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