Relegation

03. Juli 2020 07:29; Akt: 03.07.2020 07:35 Print

Bremen zittert nach Remis um Erstklassigkeit

Das Zittern geht für Werder weiter. Im Relegations-Hinspiel kamen die Bremer nicht über ein 0:0 gegen Heidenheim hinaus. Am Montag kommt es zum Showdown.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Werder Bremen droht nach wie vor der erste Abstieg aus der Bundesliga seit 40 Jahren. Die Norddeutschen kamen im Barrage-Hinspiel gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim am Donnerstagabend nach einer schwachen Vorstellung nicht über ein 0:0 hinaus und verpassten es damit, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu verschaffen. Das zweite Duell zwischen dem Tabellen-16. der Ersten und dem Dritten der Zweiten Liga findet am Montag in Heidenheim statt.

Die Bremer, die sich erst am letzten Spieltag in die Barrage gerettet hatten, zeigten über 90 Minuten eine enttäuschende Leistung. Die Angst vor dem Abstieg war den Spielern von Trainer Florian Kohfeldt deutlich anzumerken, der Schwung vom 6:1 gegen den 1. FC Köln am vergangenen Samstag war wie weggeblasen. Zu allem Überfluss sah Werder-Captain Niklas Moisander kurz vor Schluss die Gelb-Rote Karte (87.) und ist damit im Rückspiel gesperrt.

Werder tat sich von Beginn an verdammt schwer. Der Underdog von der schwäbischen Ostalb zeigte keinerlei Respekt vor dem Favoriten und begann mutig. Heidenheims Trainer Frank Schmidt hatte mit seiner Aufstellung überrascht und im Vergleich zum ernüchternden 0:3 bei Armina Bielefeld am Sonntag System und Aufstellung verändert. Unter anderem stand der erst 19 Jahre alte Kevin Sessa in der Startelf. Die Bremer schienen mit diesem Ansatz nicht gerechnet zu haben.

Keine Bremer Torchance in den ersten 45 Minuten – trotz 73 Prozent Ballbesitz

Die Gastgeber wirkten sehr nervös und agierten im Spiel nach vorne viel zu langsam. Kohfehldt hatte zwar wieder auf sein Offensivtrio Milot Rashica, Niclas Füllkrug und Yuya Osako gesetzt, das beim 6:1 gegen Köln an allen Treffern beteiligt gewesen war. Doch weil die Grün-Weißen insgesamt viel zu ideenlos auftraten, konnten sich die Stürmer nicht in Szene setzen. Vor allem der neue Hoffnungsträger Füllkrug enttäuschte.

Die besseren Chancen vor der Pause hatte so sogar der Zweitligist. In der 25. Minute scheiterte Tim Kleindienst mit einem wuchtigen Schuss an Werder-Torwart Jiri Pavlenka. Vier Minuten später verzog Maurice Multhaup in aussichtsreicher Position völlig.

« Das ist noch zu wenig. Man merkt, dass noch Verkrampfung im Spiel ist. »

Werder verzeichnete in den ersten 45 Minuten dagegen keine einzige Chance. Die 73 Prozent Ballbesitz zur Pause verpufften ohne jede Wirkung, die Norddeutschen wirkten phasenweise wie gelähmt. Die Angst vor einem wegen der Auswärtstorregel besonders schmerzhaften Heidenheimer Treffer war allgegenwärtig. «Das ist noch zu wenig. Man merkt, dass noch Verkrampfung im Spiel ist», sagte Bremens Aufsichtsratsboss Marco Bode in der Halbzeit bei DAZN. «Wir müssen intensiver in dieses Spiel reinkommen.»

Doch auch im zweiten Durchgang wurde es aus Sicht der Bremer nicht besser. Bei kräftigem Starkregen und zwischenzeitlichen Gewittern quälten sich die Profis des viermaligen deutschen Meisters über den Platz. Zwar versuchte Kohfeldt mit einem Dreifachwechsel in der 65. Minute neuen Schwung in die Aktionen seines Teams zu bringen, aber auch diese Maßnahmen verpufften. Den einzigen Vorwurf, den man den Heidenheimern machen konnte, war, dass sie den schwachen Auftritt des SVW nicht zu einem noch besseren Ergebnis nutzten.

In der Schlussminute hatten die Bremer dann doch noch ihre Großchance, als Heidenheims Keeper Kevin Müller den Ball nicht festhalten konnte. Der Schuss von Josh Sargent wurde aber knapp vor der Torlinie geklärt. Auf der Gegenseite setzte Timo Beermann einen Kopfball knapp neben das Tor (90.+2).

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.