Football Leaks

07. Juli 2019 13:51; Akt: 07.07.2019 13:54 Print

Die Polizei verhört Cristiano Ronaldo

Der portugiesische Superstar ist im Zuge der Ermittlungen gegen Football Leaks einvernommen worden. Er ist sowohl Zeuge als auch Opfer.

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Die portugiesische Polizei will den Enthüllungen von Football Leaks auf den Grund gehen. Wegen den Enthüllungen der Bewegung um einen Mann, der unter dem Decknamen «John» das Fußballbusiness erschüttert hatte, wurde auch Cristiano Ronaldo verhört. «In aller Diskretion» erfolgte laut der portugiesischen Zeitung Diario de Noticias die Einvernahme des bei Juventus Turin unter Vertrag stehenden Stürmerstars. Der 34-jährige Portugiese wurde offenbar schon Anfang Juni von den Ermittlern befragt.

Ronaldo sei im Zuge der Ermittlungen gegen den Football-Leaks-Enthüller Rui Pinto als Zeuge und Opfer einvernommen worden, berichtet die Zeitung weiter. Die Fußball-Enthüllungsplattform hatte das Briefkastenfirmen-Konstrukt zur Steuervermeidung des 157-fachen portugiesischen Nationalspielers publik gemacht. Danach musste Ronaldo, der im vergangenen Sommer von Real Madrid nach Italien gewechselt hatte, eine Strafe von 19 Millionen Euro an den spanischen Staat bezahlen.

Verfahren in den USA droht weiterhin

Auch die Vergewaltigungsvorwürfe der US-Amerikanerin Kathryn Mayorga wurden durch Football Leaks öffentlich. Das Ex-Model behauptet, im Jahr 2009 in Las Vegas vom Superstar zum Sex gezwungen worden zu sein. Mayorga hatte im vergangenen September in ihrer Heimat Anzeige gegen Ronaldo erstattet. Dem Portugiesen droht deshalb ein Verfahren in den USA. Er hat die Anschuldigungen stets vehement bestritten und sprach von einvernehmlichem Sex.

Pinto wurde im März von Ungarn an sein Heimatland ausgeliefert. In Osteuropa hatte er sich nach der Veröffentlichung von brisanten Dokumenten aus der Fußballbranche (ihm wurden über 70 Millionen Dokumente von verschiedenen Quellen zugespielt) unter Hausarrest aufgehalten. Seither sitzt der 30-Jährige in Portugal in Untersuchungshaft. Ihm wird unzulässige Aneignung und Verbreitung von Daten sowie versuchte Erpressung vorgeworfen. Pintos Anwälte bezeichnen ihn als «europäischen Whistleblower».

(L'essentiel/red)

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