Neues Transferfenster

17. Juli 2018 16:12; Akt: 17.07.2018 16:27 Print

Die Premier League spielt mit dem Feuer

Cristiano Ronaldo hat sie eingeläutet: die Hochsaison der Transfertheater. Den Briten könnte eine gewagte Regeländerung zum Verhängnis werden.

Zum Thema

Was Cristiano Ronaldo, Kylian Mbappé und Neymar gemeinsam haben? Nun gut, sie können alle relativ gut mit dem Ball umgehen – und sie waren Gegenstand von anhaltenden Transfer-Seifenopern in jüngster Vergangenheit. Jetzt, nach Ende der Fußball-WM in Russland, haben die Wechselgerüchte natürlich wieder Hochkonjunktur. Irgendwie muss schließlich die Zeit überbrückt werden, bis die Fußballwelt am Samstag mit dem Start der Super League von ihrer fast einwöchigen Abstinenz erlöst wird.

Üblicherweise dauerten die Spekulationen von Saisonende bis zum 31. August. Dann nämlich schloss das Transferfenster aller großen europäischen Ligen. Doch in diesem Jahr ist das etwas anders, das Theater wird deutlich verkürzt. Einerseits wegen der gerade beendeten WM, andererseits auch wegen einer Regeländerung in England.

Einen Wunsch erfüllt

Für die Profiteams auf der Insel schließt das Sommer-Transferfenster 2018 bereits am 9. August – einen Tag vor dem Premier-League-Auftaktspiel Manchester United gegen Leicester City. Damit erfüllen sie auf der Insel einen jahrelang geäußerten Fanwunsch, dass die Kaderplanung mit dem Saisonstart abgeschlossen ist.

Bildstrecke: Diese Transfers sind bereits fix

Bildstrecke: Diese Transfers sind schon fix

Was grundsätzlich Sinn ergibt, ist aber ein durchaus riskantes Experiment. Oder eine Machtdemonstration, je nach Sichtweise. Denn ab dem 10. August, 0.00 Uhr, dürfen die Clubs zwar keine neuen Spieler mehr melden, ein Fußballer darf seinen Verein jedoch weiterhin verlassen. Und andere Top-Ligen dürfen bis am 31. August Spieler einschreiben – mit Ausnahme von Italien, für die Serie A ist ab dem 18. August Schluss (siehe Box).

Vertrauen in die eigenen Argumente

Die fehlende Einheitlichkeit bei der Deadline könnte sich für die Briten und Italiener rächen, sollten Leistungsträger das Team verlassen, ohne dass ein entsprechender Ersatz präsentiert werden kann. Spätestens dann, wenn ein Topclub wie Real Madrid, Bayern München, FC Barcelona oder PSG einem Spieler den Kopf verdreht, ist die Gefahr von Spannungen in der Kabine besonders groß.

Offensichtlich ist das Vertrauen in die eigenen Argumente allerdings groß genug, um dieses Experiment zu wagen – in der Hoffnung, die anderen ziehen bald nach. Ob diese Überzeugung auch dann standhält, wenn Real Madrid am 11. August noch immer einen Ronaldo-Nachfolger sucht, wird sich zeigen.

(L'essentiel/ms)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.