Müller, Khedira, Özil

04. Juli 2017 07:50; Akt: 04.07.2017 07:50 Print

Diese deutschen Stars müssen um die WM zittern

Gewinn des Confed-Cup, EM-Titel der U21. Bundestrainer Jogi Löw kann nun aus einem Pool von rund 50 Spielern auswählen – Luxus pur in Deutschland.

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Mit einem Perspektiv-Team setzte sich Deutschland am Confed Cup durch. Und mit einer geschwächten U21-Equipe, da viele junge Talente stattdessen am Confed Cup dabei waren, wurde Deutschland Europameister. Deutschland kann offenbar antreten, mit wem es will, am Ende gewinnt es trotzdem.

Draxler, Goretzka, Kimmich, Werner und Co. machen Druck

Es war ein risikoreicher Plan von Bundestrainer Jogi Löw, aber er ist aufgegangen. Wäre sein Perspektiv-Team in Russland zerzaust worden und die U21 an der EM untergegangen, hätte es Kritik gehagelt. Stattdessen werden nun die Lobeshymnen angestimmt. Löw hat nun ein riesiges Reservoir an Spielern zur Auswahl und die Qual der Wahl für sein 23-köpfiges WM-Kader in einem Jahr. Der Konkurrenzkampf ist riesig.

Am Confed Cup hat sich Julian Draxler für eine Führungsrolle im Nationalteam empfohlen. Auch Leon Goretzka, Marc-André ter Stegen, Joshua Kimmich, Sebastian Rudy, Antonio Rüdiger, Lars Stindl und Timo Werner haben sich in den Vordergrund gespielt. Weiter sind plötzlich auch Niklas Süle, Benjamin Henrichs, Emre Can, Kerem Demirbay sowie Julian Brandt zu interessanten Optionen geworden. Und aus dem U21-Team drängen weitere wie Mitchel Weiser, Max Meyer, Serge Gnabry oder Maximilian Philipp nach.

Sechs Weltmeister unter Druck

Sie alle üben mächtig Druck auf die Arrivierten aus. Klar, ein Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Mats Hummels oder Toni Kroos werden nichts zu befürchten haben, sofern sie gesund bleiben. Aber einige Weltmeister von 2014 mit Stammplatzanspruch müssen nun zittern, so etwa:

• Thomas Müller – der Bayern-Offensivmann kann sich keine zweite so bescheidene Saison leisten.

• Sami Khedira – im defensiven Mittelfeld gibt es jüngere, spritzigere Alternativen.

• Mesut Özil – braucht eine ganz starke Saison bei Arsenal, um seinen Status zu wahren.

• Benedikt Höwedes – der Verteidiger wird unter anderem von Rüdiger und Süle bedrängt.

• Mario Götze – nach einem weiteren Seuchenjahr droht der goldene WM-Schütze von 2014 vollends aus den Traktanden zu fallen.

• André Schürrle – spielt nun um die Fortsetzung seiner DFB-Laufbahn.

Löw hat nicht nur einen Stamm, das Confed-Team und eine starke U21, sondern mit Ilkay Gündogan, Marco Reus, Leroy Sané und Julian Weigl noch weitere hochspannende Spieler, die ihm zuletzt wegen Verletzungen nicht zur Verfügung standen. Es ist so richtig angerichtet in Deutschland. Und darüber, wer an der WM 2018 in Russland der große Favorit sein wird, braucht man eigentlich nicht mehr zu diskutieren.

(L'essentiel)

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