Planungschaos bei Schalke

23. Februar 2021 13:18; Akt: 23.02.2021 13:32 Print

Drohen Schalke unzählige Abgänge bei Abstieg?

Bei Schalke 04 häufen sich die Probleme. Fans wollen das Stadion stürmen, gegen Dortmund verliert Schalke 0:4. Nun spekulieren Medien bereits über einen Gross-Nachfolger.

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Das Elend, es ist groß bei Schalke 04. Eine Niederlage nach der anderen, zuletzt gar eine 0:4-Pleite im Revierderby gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund. Und nicht nur das. Nach der hohen Niederlage gegen den BVB hatten sich rund 300 Schalke-Anhänger vor dem Stadion versammelt, einige von ihnen wollten sich Zutritt verschaffen. Ähnliches Bild vor dem Spiel: Rund 20 Anhänger der Königsblauen waren vor dem Derby am Schalker Teamhotel aufgetaucht, um die Mannschaft zur Rede zu stellen.

Die Liste ist also lang. Und sie wird wohl noch länger. Schließlich scheint es derzeit nicht so, als ob die Schalker Krise bald beendet ist. Zu uninspiriert sind die Auftritte der Mannschaft, zu planlos. Auch der Abstand zum rettenden Ufer wird immer größer. Schalke liegt derzeit auf dem letzten Tabellenplatz, 9 Punkte von Platz 15 entfernt. Was muss also geschehen, dass die Situation besser wird? Tatsache ist: Weitere Unruhen sind sicherlich nicht förderlich. Doch genau die gibt es nun.

Über Nachfolger wird bereits spekuliert

Deutsche Zeitungen suchen nämlich derweil bereits einen Gross-Nachfolger. Einer der Kandidaten soll Trainer Steffen Baumgart vom Fußball-Zweitligisten SC Paderborn sein. Dieser will sich aber noch keine Gedanken über seine Zukunft über das Saisonende hinaus machen. «Ich bin momentan mit keinem Verein im Gespräch», sagte Baumgart dem «Westfalenblatt». Als weitere mögliche Kandidaten werden Domenico Tedesco (Spartak Moskau, Ex-Schalke) und Dimitrios Grammozis (Ex-Darmstadt) genannt.

Hinzu kommt: Die Ungewissheit der Zukunft. Solange nicht klar ist, in welcher Liga die Schalker nächste Saison spielen, ist die Planung schwer. Für Spieler und Verein. Der erste Gang in die Zweitklassigkeit seit 1987/88 würde große Auswirkungen auf die Teamstruktur haben – es drohen die Abgänge von mehr als 80 Prozent des aktuellen Kaderwerts. Wie «Transfermarkt» berichtet, würden bei einem Abstieg gleich mehrere Spieler mit einem Wert von rund 96,1 Millionen Euro bei den Königsblauen vor dem Aus stehen.

Zig Profis stehen vor dem Aus

Einerseits wären da die Profis mit einem auslaufenden Vertrag (Klaas-Jan Huntelaar, Skodran Mustafi, Nabil Bentaleb, Steven Skrybski, Alessandro Schöpf). Dann wären da noch die Leihspieler, die zu ihren Clubs zurückkehren (Sead Kolasinac, Frederik Rönnow, William, Kilian Ludewig, Gonçalo Paciência). Und zu guter Letzt wären laut der Transferplattform noch die Spieler, die bei einem Abstieg wohl verkauft werden müssten. Zu diesen Kandidaten sollen Suat Serdar, Mark Uth, Matija Nastasic, Salif Sané, Omar Mascarell und Amine Harit, der mit einem Marktwert von 12 Millionen Euro sehr wertvoll ist, gehören.

Es bleibt also spannend auf Schalke. Zumal der Nicht-Abstieg ja rechnerisch noch möglich ist. Fakt ist nur: Es wird schwer und die Schalke-Spieler sowie Gross müssen sich steigern. Denn: Gross stand bei Königsblau bisher neunmal an der Seitenlinie. Sechsmal verlor er. Erst einen Sieg feierte der 66-Jährige mit dem Verein, zweimal gab es ein Unentschieden. Zu wenig für den Nicht-Abstieg.

(L'essentiel/Nils Hänggi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Japs am 23.02.2021 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wie wär's damit, nach jeder Niederlage den Trainer zu wechseln? Man könnte natürlich auch die Trainer behalten, soarte sich mehrfache Gehälter und könnte Spieler kaufen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Japs am 23.02.2021 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wie wär's damit, nach jeder Niederlage den Trainer zu wechseln? Man könnte natürlich auch die Trainer behalten, soarte sich mehrfache Gehälter und könnte Spieler kaufen.