Luxemburgischer Investor

02. Mai 2019 18:50; Akt: 02.05.2019 19:05 Print

FCK-​​Beirat begrüßt Pläne von Flavio Becca

KAISERSLAUTERN – Nach den Verhandlungen am Dienstag, hat sich der Beirat des Traditionsvereins mit den Ergebnissen zufrieden gezeigt.

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Die Verhandlungen zwischen Flavio Becca und dem 1. FCK können weitergehen. (Bild: Editpress/Gschmit)

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Der 1. FC Kaiserslautern hofft weiter auf die Unterstützung des Investors Flavio Becca. Am Donnerstag ebnete der Fußball-Drittligist den Weg für einen Einstieg des Luxemburgers als strategischer Partner. Der fünfköpfige Beirat der Kapitalgesellschaft, in dem es zuletzt immer wieder zu internen Streitigkeiten gekommen war, beauftragte die Geschäftsführung um Martin Bader und Michael Klatt, weitere Verhandlungen zu führen.

«Der Beirat und der Vorstand begrüßen diese Pläne über eine langfristig und nachhaltig angelegte Kooperation und sehen in der Zusammenarbeit mit Flavio Becca eine große Chance für den 1. FC Kaiserslautern, sowohl was die kurzfristige Absicherung der Lizenz, als auch was die zukünftige Entwicklung des FCK betrifft», heißt es in einer Mitteilung der Lauterer. Zwei Fragen gilt es nun endgültig zu klären: Wie hoch ist das Investment und wie viel Einfluss fordert Becca, der bereits beim luxemburgischen Europa-League-Teilnehmer F91 Düdelingen Investor ist, im operativen Geschäft?

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur stand vor den letzten Verhandlungen am Dienstag ein Fünfjahresplan mit einem Gesamtvolumen von 25 Millionen Euro im Raum. In diesem Sommer würden dem Vernehmen nach zunächst zwei bis drei Millionen Euro an den Fritz-Walter-Club fließen.

Kein Unbekannter

Becca ist im internationalen Sport kein Unbekannter. 2011 gründete er mit großem Aufsehen das luxemburgische Radteam Leopard, das Andy Schleck zum Tour-de-France-Sieg führen sollte. Das Projekt hatte aber keinen durchschlagenden Erfolg, nur ein Jahr später folgte bereits die Fusion mit dem amerikanischen RadioShack-Team. Klatt betonte zuletzt, mit den Becca-Millionen wäre die Lizenz für die kommende Spielzeit gesichert. Doch dafür wäre wohl zunächst ein Darlehen des 56 Jahre alten Immobilienkaufmanns nötig, da ein Vertragsabschluss als Eigenkapitalgeber bis zum Nachweis der Lizenzunterlagen Ende Mai kaum realisierbar ist.

Trotz der Schieflage in allen Ebenen des Vereins haben auch die Fans ein beachtliches Zeichen gesetzt und in beträchtlichem Umfang in die Fan-Anleihe und das onlinebasierte Crowdlending investiert. «Wir wollten über beide Instrumente zwei Millionen Euro einsammeln. Dieses Ziel haben wir im Grunde erreicht. Ich bin froh und dankbar, das war nur dank unserer tollen Fans möglich. Diese Unterstützung ist bei der aktuellen sportlichen Lage und dem anspruchsvollen sportpolitischen Umfeld nicht selbstverständlich», sagte Klatt.

Die internen Unruhen im Verein sind damit jedoch nicht beendet. Eine Mehrheit im Rat plant, Sportchef Bader abzusetzen. Der Anlass sind Aussagen des 51-Jährigen, in denen er die Zielsetzung Aufstieg für die kommende Saison in Frage gestellt hatte. Laut Bader-Befürworter Banf gefährdet dies jedoch die Zukunft des Vereins. Denn zwei Finanzdienstleister hätten die dem FCK zugesagte Unterstützung auch an die Personalie Bader gebunden.

(L'essentiel)

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