Protestrechte

15. Juni 2020 15:37; Akt: 15.06.2020 15:57 Print

Fifa bekräftigt Protestrechte der Fußball-​​Profis

Nach dem Tweet von US-Präsident Donald Trump steht die Fifa hinter den Fußball-Profis und ruft zum gemeinsamen Kampf gegen Rassismus und Gewalt auf.

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Julian Brandt beim Aufwärmenmit einem Shirt mit der Aufschrift «black, white, yellow, red, human». Der Tod von George Floyd bei einem Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis war der Auslöser für weltweite Protestaktionen gegen Rassismus und Polizeigewalt. (Bild: DPA/Lars Baron)

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Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, wegen des Endes des Protestverbots die Fußball-Nationalmannschaften der USA weitestgehend zu ignorieren, ruft die Fifa zum gemeinsamen Kampf gegen Rassismus und Gewalt auf. «Die Position der Fifa und des Fifa-Präsidenten zu den Rechten der Spielerinnen und Spieler, sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt zu stellen» habe sich nicht geändert, teilte der Weltverband am Montag mit.

Bereits Anfang Juni, als mehrere Bundesliga-Spieler nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd ihre Solidarität auf dem Platz zum Ausdruck gebracht hatten, hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino betont, dass der Weltverband diese Proteste nicht bestrafen würde. Am Montag hieß es weiter: «Die Fifa setzt sich nachdrücklich für Toleranz, gegenseitigen Respekt und gesunden Menschenverstand ein, wenn solch wichtige Fragen diskutiert werden.»

« Ich werde nicht mehr viel anschauen. »

Trump hatte sich am Wochenende über seinen Twitter-Account geäußert. «Ich werde nicht mehr viel anschauen», schrieb der US-Präsident in Bezug auf einen Artikel des TV-Senders ABC zu dem Protestthema. Der Fußballverband der USA hatte vor wenigen Tagen ein entsprechendes Verbot für seine Spielerinnen und Spieler gekippt. Die Sportler dürfen damit während der Hymne wieder friedlich protestieren und sich beispielsweise hinknien.

Trump hatte das Knien während der Nationalhymne zuvor als respektlos kritisiert. Das Verbot des Fußball-Verbandes galt seit 2017, nachdem US-Spielführerin Megan Rapinoe sich bei der Hymne aus Solidarität mit Footballspieler Colin Kaepernick hingekniet hatte. Damit wollten beide gegen die Polizeigewalt gegen Schwarze demonstrieren. Seit dem Tod von Floyd am 25. Mai bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis, gibt es in den USA landesweit massive Protesten und Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

(L'essentiel/dpa)

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