Bundesliga

03. August 2018 07:51; Akt: 03.08.2018 08:02 Print

Kaderumbau beim BVB hält an – noch viele Fragezeichen

Der BVB plant einen Neuanfang - mal wieder. In Lucien Favre scheint ein geeigneter Trainer für das ambitionierte Projekt gefunden. Die Planungen für den Kader sind jedoch längst noch nicht abgeschlossen.

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Der FC Chelsea interessiert sich offenbar für Christian Pulisic. (Bild: DPA/Justin Berl)

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Scheitert der angestrebte Transfer von Axel Witsel? Geht Christian Pulisic? Wer ersetzt den langjährigen Torgaranten Pierre-Emerick Aubameyang? Kaum ein anderer Fußball-Bundesligist sorgt derzeit für mehr Transferspekulationen als Borussia Dortmund. Obwohl der neue Trainer Lucien Favre im Trainingslager von Bad Ragaz bereits am Feinschliff für die kommende Saison arbeitet, gehen die Umbauarbeiten in seinem Kader weiter. Dessen ungeachtet gab Leitwolf Marco Reus die Zielsetzung für den achttägigen Aufenthalt in der Schweiz vor: «Wir müssen es wieder hinbekommen, das Gefühl zu entwickeln, für einen besonderen Verein zu spielen.»

Nach diversen seelenlosen Auftritten in der vergangenen Saison sehnen alle Beteiligten leidenschaftlicheren Fußball herbei. Nicht zuletzt deshalb steht Witsel auf der Wunschliste des Revierclubs ganz oben. Schließlich gilt der 29 Jahre alte Belgier als Kämpfer und Stratege, der das Führungsvakuum im Dortmunder Mittelfeld beheben könnte.

BVB reagiert gereizt

Doch der Transfer des WM-Dritten gestaltet sich schwieriger als erhofft, obwohl sich beide Seiten laut belgischen Medien bereits einig sein sollen. Denn der Witsel-Club Tianjin Quanjian zweifelt die Gültigkeit einer Ausstiegsklausel an, wonach der Profi den chinesischen Erstligisten für 20 Millionen Euro bereits in diesem Sommer und damit ein Jahr vor dem offiziellen Vertragsende verlassen darf. Diese vertrackte Ausgangslage könnte in einem Rechtsstreit enden und mag ein Grund dafür sein, warum die Dortmunder Vereinsführung auf Nachfragen zum Thema mittlerweile gereizt reagiert.

Der ehemalige BVB-Profi und derzeitige Quanjian-Cheftrainer Paulo Sousa schloss einen Wechsel aus. «Ich habe keine Informationen über Witsels Transfer erhalten, weder vom Club noch vom Spieler selbst», wird der Portugiese vom chinesischen Staatsfernsehen CGTN zitiert. «Ich gehe davon aus, dass der Spieler eine Transferklausel in seinem Vertrag hat, aber die Klausel kann nur während des Transferfensters bemüht werden. Jetzt, da das chinesische Transferfenster geschlossen ist, wird es keinen Transfer geben.» Sousa rechnet damit, dass Witsel am 5. August nach China zurückkehrt.

Wechselt Pulisic nach England?

Ebenso hartnäckig wie in der Causa Witsel halten sich beim BVB die Gerüchte, wonach Pulisic vor dem Abgang steht. Das 19 Jahre alte Sturm-Juwel verspürt derzeit offenbar wenig Lust, seinen bis 2020 datierten Vertrag zu verlängern. Das werten vor allem englische Medien als Indiz, dass der in den vergangenen Tagen formstarke US-Nationalspieler mit einem Wechsel in die Premier League liebäugelt. Demnach bereitet der FC Chelsea ein Angebot von knapp 73 Millionen Euro für Pulisic vor. Auch der vom einstigen BVB-Coach Jürgen Klopp trainierte FC Liverpool soll interessiert sein.

«Wir planen weiter mit ihm», kommentierte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc entsprechende Zeitungsberichte. Das Rätselraten um die Zukunft von Pulisic dürfte schon bald ein Ende haben. Anders als in der Bundesliga endet die Transferperiode in der Premier League nicht erst Ende des Monats, sondern bereits am 9. August.

Ein Hochkaräter für den Sturm?

Besonders eifrig wird über die Personalplanungen der Dortmunder für das Sturmzentrum spekuliert. Nach der Entscheidung der Vereinsführung, die Zusammenarbeit mit dem in der vergangenen Winterpause geliehenen Michy Batshuayi zu beenden, wurden bereits Hochkaräter wie Olivier Giroud, Alvaro Morata (beide FC Chelsea) oder Mario Mandžukić (Juventus Turin) gehandelt.

Handlungsbedarf sieht Hans-Joachim Watzke jedoch nicht und will nur bei einer Ideallösung handeln. «Das sehe ich nicht so dramatisch», sagte der BVB-Geschäftsführer dem «Kicker». Vorerst gilt Maximilian Philipp als Interimslösung für das Angriffszentrum.

(L'essentiel/dpa)

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