Leak!

26. Februar 2020 11:43; Akt: 26.02.2020 12:04 Print

Klinsmann rechnet mit seinem Ex-​​Klub ab

Jürgen Klinsmann sollte Hertha BSC zu neuen Höhen führen – doch sein Trainer-Engagement endete nach wenigen Wochen mit einem Eklat. Jetzt tauchten brisante Dokumente auf, in denen er mit der Klubführung abrechnet.

storybild

Nach nur 76 Tagen gab Klinsmann seinen Rücktritt als Trainer des Hertha BSC bekannt. (Bild: Andreas Gora)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ganze 76 Tage coachte Klinsmann den deutschen Bundesliga-Klub, ehe er via Facebook überraschend seinen Rücktritt verkündete. Nun tauchte ein 22-seitiges Dokument auf – eine Art Tagebuch des Ex-Coaches – in dem er über die Missstände im Klub schreibt.

«Der Klub hat keine Leistungskultur, nur Besitzstandsdenken und es fehlt jegliches Charisma in der Geschäftsleitung», meint Klinsmann unter anderem. Besonders Geschäftsführer Michael Preetz kommt nicht gut weg. Es gäbe «jahrelange katastrophale Versäumnisse von Michael Preetz in allen Bereichen, die mit Leistungssport zusammenhängen.» Klinsmanns Schlussfolgerung: «Die Geschäftsleitung muss sofort komplett ausgetauscht werden.»

Hertha dementiert die Vorwürfe

Das Management des Ex-Trainers bestätigte die Echtheit des Dokuments. Wie es an die Öffentlichkeit gelangen konnte, sei aber unklar. Fest steht: Auch Kader, medizinische Abteilung und die Öffentlichkeits-Arbeit bekommen ihr Fett weg.

Im Kader seien etwa «zu viele ältere und satte Spieler, die keinerlei Power haben, um im Abstiegskampf zu bestehen.» Die medizinische Abteilung sei «ohne jegliche Dynamik, zerstritten, inkompetent, den Anforderungen des modernen Profifußballs nicht gewachsen.» Es gäbe eine Medienabteilung «die nur reagiert, keine Ideen hat und den Trainerstab niemals verteidigt. Es werden keine Lösungen gesucht, keine Innovationen.»

Hertha BSC reagierte bereits auf die Abrechnung und meinte, dass «nahezu sämtliche Vorwürfe und Behauptungen nicht der Wahrheit entsprechen.» Der Klub will keine öffentliche Diskussion führen und meinte über Klinsmann, man wolle «diese Personalie zu einem würdigen Ende bringen.»

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.