Lazio kontra Bayern

23. Februar 2021 09:04; Akt: 23.02.2021 10:27 Print

Klose freut sich auf fantastischen Abend in Rom

Mit 17 Profis ist der FC Bayern nach Italien gereist. Hansi Flick hat ein «Urvertrauen» in sein Starensemble, das in der Königsklasse immer wieder zu Großem fähig ist.

storybild

Klose freut sich als Assistenztrainer auf seine Rückkehr nach Rom. (Bild: DPA/Sven Hoppe)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Miroslav Klose freut sich. Die Dienstreise mit dem FC Bayern nach Rom ist für den Assistenten von Trainer Hansi Flick ein Ausflug in die eigene Vergangenheit. Fünf Jahre lang trug der Weltmeister von 2014 zum Ende seiner großartigen Fußball-Karriere das Trikot von Lazio. Es waren «fantastische Jahre mit ganz vielen wunderschönen Momenten», erzählte Klose im Interview des FC Bayern vor dem Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale.

Unvergesslicher Höhepunkt war das mit 1:0 gewonnene italienische Pokalfinale gegen den Stadtrivalen AS Rom vor 70.000 Zuschauern im Stadio Olimpico am 26. Mai 2013. Bei der Rückkehr mit den Bayern in die Arena, die jahrelang seine Heimat war, erwartet der 42 Jahre alte Klose am Dienstag (21 Uhr/Sky) auch ohne heißblütige Fans auf den Rängen «einen fantastischen Abend mit einem super Fußballspiel».

« Wir können ihn von Anfang an bringen »

Mit 16 Punkten und 18:5 Toren haben die Bayern die beste Gruppenphase aller Achtelfinal-Teilnehmer gespielt. Aber aktuell ist der Titelverteidiger verwundbar, wie die jüngsten Stolperer im Bundesliga-Alltag offenbarten. Die Königsklasse aber ist ein anderer Wettbewerb, «besondere Spiele», wie Flick betonte. Der Trainer, der am Mittwoch 56 Jahre alt wird, wünscht sich ein gutes Spiel und ein positives Resultat von seiner Mannschaft. In deren Qualität habe er «ein Urvertrauen», verkündete Flick am Montag.

Mit einem Rumpfkader von 17 Profis sind die Bayern nach Italien gereist. Die Ausfallliste ist lang, angefangen bei Thomas Müller über Serge Gnabry bis zu Benjamin Pavard. Große Hoffnungen setzt Flick in Nationalspieler Leon Goretzka, der nach einem starken 45 Comeback-Minuten bei der Niederlage in Frankfurt diesmal direkt auflaufen soll. Die Folgen der Corona-Infektion habe der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler überwunden, berichtete Flick: «Wir können ihn von Anfang an bringen.» Goretzka soll mit seiner Aggressivität, Dynamik und Torgefahr versuchen, als Antreiber und Anführer den so arg vermissten Müller zu ersetzen - solange die Kräfte reichen.

Als Insider kann Klose, der sich immer noch Spiele seines Ex-Clubs im Fernsehen ansieht, Flick ein paar Tipps geben. «Ich würde nie den Fehler machen, die Mannschaft kleinzureden», sagte Klose. Er hält Lazio für «eine gefährliche Mannschaft». Das Team von Trainer Simone Inzaghi qualifizierte sich als Zweiter der Gruppe F hinter Borussia Dortmund für die K.o.-Phase. Gegen den BVB gewannen die Italiener im eigenen Stadion mit 3:1. Auswärts gab's ein 1:1.

« Ich freue mich, Miro Klose wiederzusehen »

In beiden Partien traf Lazios Anführer Ciro Immobile gegen seinen ehemaligen Club. Nun trifft sich der Torjäger zum Wettschießen mit Bayerns Robert Lewandowski. Der Ausgang des Stürmerduells könnte über das Weiterkommen entscheiden. Klose erwartet bei seiner emotionalen Rückkehr in die Ewige Stadt ein «enges Spiel». Für ihn kommt es auch zum Wiedersehen mit Inzaghi, den er 2016 in seinen letzten Lazio-Wochen noch kurz als Trainer erlebte.

«Ich freue mich, Miro Klose wiederzusehen», sagte Inzaghi. «Er hat mir hier am Anfang bei Lazio geholfen.» Der 44 Jahre alte Inzaghi sieht das Kräftemessen mit den Bayern als «Krönung der Arbeit in den vergangenen fünf Jahren» an. Der Italiener weiß allerdings um die Rollenverteilung, auch wenn die Münchner gerade schwächeln: «Wir spielen gegen den Champions-League-Sieger. Bayern ist stark!»

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.