Weltmeister

27. März 2017 22:46; Akt: 27.03.2017 23:00 Print

Löw will’s nochmal wissen – und setzt Maximalziel

Nach dem Sieg in Aserbaidschan ist die WM-Qualifikation nur noch Formsache. Der Bundestrainer denkt schon weiter und richtet alles auf eine Mission aus.

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Bundestrainer Joachim Löw (rechts) und Co-Trainer Thomas Schneider blicken bei der Partie gegen Aserbeidschan in die Runde. (Bild: DPA/Marius Becker)

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In einem kahlen Kellerraum schwor Joachim Löw mit einer flammenden Halbzeitansprache nach fünf von zehn Spielen in der WM-Qualifikation alle Kräfte im deutschen Fußball auf eine historische Aufgabe ein. Nach dem 4:1 in Aserbaidschan erklärte der Bundestrainer den zweiten WM-Triumph nacheinander zu einer Aufgabe, der alles andere untergeordnet werden müsse, vom Confederations Cup bis zur Europameisterschaft der U21-Junioren. «Am Ende», verkündete Löw noch vor dem fünfstündigen Nachtflug aus Baku nach Frankfurt im Tofiq Bahramov Stadion mit energischer Stimme, «ist alles bei uns in der Mission, die wir angehen, auf eine Vision ausgerichtet, das ist die WM 2018. Den WM-Titel zu gewinnen, das ist mein und unser aller Ziel.» Das Feuer im Weltmeistercoach von 2014 lodert wieder.

Als sich nach der Landung der DFB-Chartermaschine um 5.04 Uhr am Montagmorgen auf dem Rhein-Main-Airport die Wege der müden Nationalspieler trennten, konnte der Bundestrainer etliche seiner Asse gleich in die nächste lange Länderspielpause verabschieden.

Belastete Vielspieler

Extrem belastete Vielspieler wie die noch in der Champions League beschäftigten Weltmeister Toni Kroos, Sami Khedira, Manuel Neuer, Mats Hummels oder Thomas Müller sollen im Sommer lieber lange Urlaub machen, anstatt sich noch zusätzlich zu verausgaben. Alle Aufgaben im Juni, das Testspiel in Dänemark, die Qualifikationspartie gegen San Marino und den Confed-Cup, will Löw mit einem Perspektivteam angehen.

«Jedes Jahr ein Turnier ist nicht so einfach wegzustecken für die Spieler», erläuterte der Chef. Confed-Cup-Sieger muss nicht zwingend sein. 2018 sollen die WM-Spezialisten wie Thomas Müller in Topform sein. «Die Spieler sind bei Turnieren sieben, acht Wochen nach der Saison unter höchster Belastung, körperlich, psychisch, emotional», verdeutlichte Löw. Die knifflige Aufgabe des DFB, den Confed-Cup (17. Juni bis 2. Juli) und die U21-EM (16. bis 30. Juni) mit zwei wettbewerbsfähigen Teams zu bestücken, muss hinter dem großen Traum zurückstehen. «Über allem steht die WM 2018», sagte Löw. «Die Frage ist: Welche Spieler sind in der Lage, uns über U21-EM oder Confed-Cup im nächsten Jahr bei der WM zu verstärken?» Löws Antwort wird die personelle Besetzung der beiden Turniere diktieren.

Die aktuellen Leistungsträger der Nationalelf unterstützen den Kurs des Bundestrainers total. Sein persönlicher Trend sei pro Pause im Sommer, sagte Abwehrstammkraft Hummels: «Es ist das Ziel für uns, dass wir bei der WM so schlagkräftig wie möglich sind, denn ich sehe große Chancen, dass wir mit der Truppe wieder sehr weit kommen.»

(L’essentiel/dpa)

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