Für Spielervater

15. Januar 2021 14:36; Akt: 15.01.2021 14:56 Print

ManCity soll Fake-​​Job geschaffen haben

Manchester City hat mit schweren Beschuldigungen zu kämpfen: Der englische Top-Club habe dem Vater eines Spielers monatlich Geld bezahlt, ohne dass dieser etwas dafür tun musste.

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Gabriel Almeida war gerade mal 14 Jahre alt, als er zu Manchester City stieß. Er galt damals als eines der größten Talente der Welt und hatte bereits in den Akademien von Sporting Lissabon und Tottenham Hotspur trainiert. Er durfte als Teenager sogar bei den Profis mittrainieren, mit Mario Balotelli und Sergio Aguero unter Roberto Mancini. Das war vor zehn Jahren, heute ist der Mittelfeldspieler aus Brasilien 24 und spielt wechselhaft in englischen Amateur-Clubs.

Im Sportmagazin The Athletic machen Almeida und sein Vater schwere Vorwürfe gegen Manchester City geltend: Als Teil des Transfer-Deals soll Almeidas Vater als «Scout» angestellt worden sein. So sei dies eine illegale Methode gewesen, dem Jugendspieler mehr Lohn auszubezahlen. So flossen 2011 und 2012 monatlich rund 1000 Pfund auf das Konto von Almeida Senior, ohne dass er etwas dafür tun musste: «Die Wahrheit ist, dass sie mich bezahlt haben, ich aber nicht gearbeitet habe. Sie haben beispielsweise einen Scouting-Kurs für mich organisiert. Zweimal war ich da, dann ging ich nicht mehr hin.» Der Kurs sei auf Englisch gewesen – Almeidas Vater spricht davon kein Wort.

City will davon nichts wissen

Familie Almeida habe sich dazu entschieden, mit diesen Anschuldigungen an die Öffentlichkeit zu gehen, um andere südamerikanische Spieler zu warnen. Sie sähen solche Praktiken als «Risiko für die Integrität des Weltfußballs». Almeida sagt dazu: «Du denkst zu solchen Zeitpunkten, dass du solche Benefits hast, weil du ein sehr guter Spieler bist. Du siehst aber nie die andere Seite.»

Manchester City zeigt sich derweil unbeeindruckt: «Wir negieren jegliches Fehlverhalten und weisen die gemachten Behaupten vollständig zurück.» Es wäre nicht das erste Mal, dass City aufgrund von Verstößen gegen FIFA-Regeln beim Transfer minderjähriger Spieler Konsequenzen trägt: Im August 2019 war der englische Top-Club mit einer Strafe von über 350.000 Euro belegt worden.

(L'essentiel/Alpcan Özkul)

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