Alle knien, einer rennt

22. Juni 2020 09:05; Akt: 22.06.2020 09:15 Print

Mané verpennt «Black Lives Matter»-​​Protest

Liverpools Sadio Mané hat beim ersten Premier-League-Spiel der Reds die Protest-Geste vor dem Anpfiff vergessen. Er rannte schon munter übers Feld.

Quelle: Youtube

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Wenn alle knien und innehalten, nur du nicht, weißt du, dass du irgendetwas vergessen hast. Das kann passieren, klar. Suboptimal ist es nur, wenn die ganze Welt dabei zuschaut.

Was passiert ist? Nun, Liverpools Starstürmer Sadio Mané verpennte beim müden 0:0 im Merseyside-Derby gegen Everton die Protestgeste vor dem Anpfiff. So nutzten die Spieler neben der Schweigeminute für die Corona-Opfer die Aufmerksamkeit noch für eine weitere Geste. Als der Schiedsrichter pfiff, setzten alle Fußballer sowie Trainer gemeinsam ein Knie auf den Boden. Ein Symbol der «Black Lives Matter»-Bewegung, ein Zeichen gegen Rassismus. Offensichtlich war das auch allen bekannt, nur einer schien es komplett vergessen zu haben: Sadio Mané.

Mané merkte seinen Fehler

Während alle Beteiligten nach dem Schiri-Pfiff auf den Boden knieten, dachte der Senegalese, es sei der Anpfiff gewesen. Er rannte an der Mittellinie im Vollsprint nach vorne, hoffte scheinbar auf einen schnellen, langen Ball. Dann merkte er, dass er der Einzige war, hielt inne, lief zurück. Dann kniete auch er, machte beim «Black Lives Matter»-Protest mit.

So motiviert Mané vor dem Match war, so wenig mochte ihm während des Spiels gelingen. Durch das Remis können die Liverpooler am Mittwoch nur dann mit einem Sieg gegen Crystal Palace englischer Fußballmeister werden, wenn Titelverteidiger Manchester City am Montagabend nicht gegen den FC Burnley gewinnt.

(L'essentiel/nh)

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