Nach Haft in Paraguay

26. Oktober 2020 07:10; Akt: 26.10.2020 07:23 Print

Ronaldinhos Coronatest ist positiv

Vor ein paar Wochen saß er noch im Gefängnis. Nun ist er zwar wieder in Brasilien zurück, doch gut ist dennoch nicht alles. Der Ex-Fußballstar ist an Covid-19 erkrankt.

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Der brasilianische Ex-Fußballstar Ronalinho hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er sei positiv getestet worden, habe aber keine Symptome, erklärte der 40-Jährige in einem Video, das er bei Instagram veröffentlichte. Der Sender Rádio Itatiaia berichtete, der zweimalige Weltfußballer werde sich in einem Hotel in der südostbrasilianischen Stadt Belo Horizonte isolieren. Er sei dorthin gereist, um an einer Veranstaltung im Stadion Mineirão teilzunehmen.

Der Weltmeister von 2002, der mit vollem Namen Ronaldo de Assis Moreira heißt, war erst Ende August nach fast einem halben Jahr in Haft im Nachbarland Paraguay nach Brasilien zurückgekehrt. Ronaldinho und sein Bruder waren Anfang März kurz nach ihrer Einreise nach Paraguay mit falschen paraguayischen Ausweisdokumenten erwischt worden. Ihm zufolge hatten Geschäftspartner ihnen die Pässe bei ihrer Ankunft in dem südamerikanischen Land übergeben. Er habe nicht gewusst, dass diese illegal gewesen seien.

Brasilien ist stark betroffen

Der ehemalige Profi unter anderem des FC Barcelona und der AC Milan verbrachte 32 Tage – inklusive seines 40. Geburtstags – im Gefängnis. Anfang April wurden er und sein Bruder gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 1,6 Millionen US-Dollar (rund 1,35 Millionen Euro) in den Hausarrest in einem Hotel in der paraguayischen Hauptstadt Asunción entlassen. Gegen eine Zahlung von weiteren rund 165.000 Euro durften sie schließlich ausreisen.

Brasilien ist das Land mit den drittmeisten Corona-Fällen und den zweitmeisten Toten weltweit. Im größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas wurden bislang rund 5,4 Millionen Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 und 157.000 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 bestätigt. Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Sterberate dort nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA mehr als sechs Mal so hoch wie in Deutschland.

(L'essentiel/nih/dpa)

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