Fussball-WM

02. Juli 2018 21:53; Akt: 02.07.2018 22:00 Print

Spektakel! Belgien dreht 0:2-​​Rückstand

Belgien ging als klarer Favorit ins WM-Achtelfinale gegen Japan. Aber die Asiaten führten plötzlich 2:0. Es entwickelte sich ein rassiges Fußballspiel.

storybild

Marouane Fellaini traf zum 2:2. (Bild: AFP/Filippo Monteforte)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Geheimfavorit Belgien hat sich von Japans Blauen Samurai trotz eines Zwei-Tore-Rückstandes nicht in die Knie zwingen lassen und träumt nach einem Wahnsinns-Comeback weiter vom großen WM-Coup. Jan Vertonghen (69. Minute), Marouane Fellaini (74.) und Nacer Chadli (90.+4) schossen die Roten Teufel am Montag dank einer enormen Willensleistung zum dritten Mal nach 1986 und 2014 ins Viertelfinale einer Fußball-WM, in dem am Freitag Rekord-Champion Brasilien um Superstar Neymar wartet.

Vor 41.466 Zuschauern in Rostow am Don hatten Genki Haraguchi vom Bundesligisten Hannover 96 (48.) und der Ex-Frankfurter Takashi Inui (52.) die Asiaten überraschend mit 2:0 in Führung gebracht. Am Ende reichte es für Japan aber auch im dritten Anlauf wie 2002 und 2010 nicht zum erstmaligen Einzug in die Runde der besten Acht. Die Belgier bauten ihre stolze Serie auf 23 Spiele ohne Niederlage aus.

Rassiges Spiel

Beide Mannschaften lieferten sich von Beginn an einen flotten Fight, bei dem sich jedoch zunächst kaum zwingende Chancen ergaben. Das lag vor allem daran, dass die mit fünf Bundesliga-Profis in der Startelf angetretenen Japaner mir einem Pressing oft schon an der Mittellinie die gefürchtete Wucht der belgischen Angriffe eingrenzen konnten. Bis zum ersten Aufreger, als Romelu Lukaku freistehend eine Flanke von Dries Mertens nicht unter Kontrolle bekam, dauerte es 25 Minuten.

Allmählich kamen die Roten Teufel, bei denen Ex-HSV-Profi Vincent Kompany nach auskurierten Leistenproblemen erstmals bei dieser WM in der Startelf stand und auch alle gegen England (1:0) geschonten Asse zurückkehrten, aber auf Touren. Der starke Eden Hazard zwang Torwart Eiji Kawashima zur ersten Parade (27.), dann scheiterte Kompany (28.) und Axel Witsel jagte den Ball aus der Distanz über das Tor (36.).

Japan kommt stark aus der Kabine

Beim klaren Favoriten mangelte es gegen die verbissen kämpfenden Blauen Samurai weiter an der letzten Konsequenz. Die Japaner kamen vor der Pause nur einmal in Tornähe. Aber es wurde gefährlich, weil eine harmlos anmutende Hereingabe vom Kölner Yuya Osako verlängert wurde. Der verblüffte Keeper Thibaut Courtois ließ den Ball durch die Beine rutschen, verhinderte aber im Nachfassen Schlimmeres (44.).

Nach dem Wechsel war Belgiens Schlussmann aber machtlos. Nach einem Ballverlust des Gegners schloss der künftige Hannoveraner Haraguchi den Klassekonter mit einem Schuss ins lange Eck ab. Belgiens direkte Antwort war ein Hazard-Schuss an den Pfosten (49.). Doch die Asiaten hielten voll dagegen: Dortmunds Shinji Kagawa passte auf Inui weiter, der mit einem satten Rechtsschuss den Vorsprung ausbaute. Beim ersten Gegentreffer sah Vertonghen, beim zweiten Kompany nicht gut aus.

Man konnte fast den Eindruck haben, der Favorit hätte den krassen Außenseiter unterschätzt. Aber die Belgier gaben sich längst noch nicht geschlagen und schlugen zurück: Lukakus erste Kopfballchance hätte fast schon den Anschluss gebracht (61.). Der gelang dem aufgerückten Vertonghen mit einer Kopfball-Bogenlampe. In dem hochklassigen und spannenden Schlagabtausch war Fellaini nur neun Minuten nach seiner Einwechslung zum 2:2 zur Stelle. Chadli drehte dann das Match total.

Ergebnisse & Statistiken

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.