«Badman & Robben»

08. Juli 2020 11:17; Akt: 08.07.2020 11:34 Print

Streit um Karikatur von «Robbery» vor Gericht

Ein Grafiker sieht seine Rechte an der Karikatur «The Real Badman & Robben» durch den FC Bayern verletzt und klagt vor Gericht. Der Club hält dagegen.

Quelle: Youtube

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine Karikatur der ehemaligen Bayern-Stars Arjen Robben und Franck Ribéry beschäftigt seit Mittwoch das Landgericht München I. Ein Grafiker hat den FC Bayern München verklagt, weil er seine Urheberrechte verletzt sieht. Er hatte riesige Karikaturen der beiden Fußballspieler als Varianten von Batman und Robin entworfen, die beim DFB-Pokal-Halbfinale zwischen München und Borussia Dortmund im April 2015 in der Münchner Allianz Arena in der Fankurve der Bayern gezeigt wurden. Der Slogan darunter: «The Real Badman & Robben».

Dass der Verein diesen Slogan später mit neu gezeichneten, aber ganz ähnlichen Motiven auf Merchandising-Artikel druckte, gefiel dem Grafiker nicht. Es handele sich um «widerrechtliche Nachzeichnungen». Außerdem sei die Zusammenstellung der Zeichnung mit dem Spruch urheberrechtlich schutzfähig. Der Streitwert: rund 68.000 Euro.

Der Slogan sei nicht schutzfähig

Der FC Bayern hält dagegen, es handele sich bei den beispielsweise auf Becher und T-Shirts gedruckten Bildern um eigenständige Werke, die von den Karikaturen des Klägers abweichen. Und der Slogan sei nicht schutzfähig. Es fehle ihm an der notwendigen Kreativität für die sogenannte urheberrechtliche Gestaltungshöhe. Das Gericht kündigte am Mittwoch an, dass das Urteil voraussichtlich am 11. September fallen soll (Az. 21 o 15821/19).

Robben und Ribéry prägten bis zu ihrem Abschied vom Verein im vergangenen Jahr eine besonders erfolgreiche Bayern-Ära. Sie galten als Erfolgsduo und Torgaranten, wurden oft «Robbery» genannt.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.