WM-Sommermärchen

25. Februar 2021 18:39; Akt: 25.02.2021 19:20 Print

Wegen Verjährung kein Urteil gegen Beckenbauer

Im Verfahren um Bestechung im Zuge der Vergabe der WM 2006 an Deutschland wird es kein Urteil geben. Die Vorwürfe sind inzwischen verjährt.

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Beckenbauer und die weiteren Beschuldigten haben keine weiteren Ermittlungen zu befürchten. (Bild: DPA/ina Fassbender)

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Der Fußball-Weltverband FIFA wird das Verfahren gegen Franz Beckenbauer, den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt im Zusammenhang mit dem WM-Sommermärchen 2006 wegen Verjährung nicht weiter verfolgen. Das entschied die rechtsprechende Kammer der unabhängigen Ethikkommission, wie die FIFA am Donnerstag mitteilte.

Die Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission hatte am 22. März 2016 ein Verfahren eingeleitet. Sie war zu dem Schluss gekommen, dass Beckenbauer, Zwanziger und Schmidt im Zusammenhang mit einer Zahlung von 10 Millionen Schweizer Franken an den damaligen FIFA-Vize Mohamed bin Hammam im Jahr 2002 gegen Art. 27 (Bestechung und Korruption) verstoßen haben. Die deutschen WM-Macher hatten immer behauptet, dass diese Summe dazu diente, um damit einen Organisationszuschuss vom Weltverband FIFA in Höhe von 250 Millionen Schweizer Franken abzusichern.

«Blamage ist perfekt»

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger sieht sich durch die Entscheidung des Fußball-Weltverbandes FIFA, das Verfahren im Zusammenhang mit dem WM-Sommermärchen 2006 wegen Verjährung nicht weiter zu verfolgen, in seiner Haltung bestätigt. «Das Ganze war von Anfang an absurd und willkürlich», sagte der 75-Jährige am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Es zeige, «zu welchen Methoden» die FIFA unter ihren Präsidenten Gianni Infantino greife. «Jetzt ist die Blamage perfekt.»

Zuvor war bereits im April 2020 das Verfahren vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona gegen den früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, Zwanziger, Schmidt und Ex-FIFA-Generalsekretär Urs Linsi (70) wegen Verjährung eingestellt worden. Zwanziger, Schmidt und Urs Linsi waren wegen Betruges angeklagt worden, Niersbach wegen Beihilfe. Hintergrund war auch, dass das Verfahren wegen der Corona-Krise ab März 2020 ausgesetzt und nicht weiter fortgeführt worden war. Alle Beschuldigten hatten die Vorwürfe stets bestritten.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ChB am 25.02.2021 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Firwat iwerrascht mech dat nett??? Dat war jo sou eppes vun Ufank un kloer!

  • Manni Money am 26.02.2021 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Korruptes Pack! WM-Gate! Diesel-Gate! Keiner wird bestraft. Vorstrafen sind Bewerbungsvoraussetzungen für Sportvorstände/Aufsichtsräte!

  • Frank am 26.02.2021 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich. Absolut lächerlich. Aber, mal ehrlich, hat Irgend jemand was Anderes erwartet?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Frank am 26.02.2021 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich. Absolut lächerlich. Aber, mal ehrlich, hat Irgend jemand was Anderes erwartet?

  • Manni Money am 26.02.2021 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Korruptes Pack! WM-Gate! Diesel-Gate! Keiner wird bestraft. Vorstrafen sind Bewerbungsvoraussetzungen für Sportvorstände/Aufsichtsräte!

  • ChB am 25.02.2021 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Firwat iwerrascht mech dat nett??? Dat war jo sou eppes vun Ufank un kloer!