Précillia Rinaldi

18. August 2021 17:21; Akt: 18.08.2021 18:35 Print

«Wir haben gerade Geschichte geschrieben»

LUXEMBURG – Précillia Rinaldi hat den Siegtreffer für Racing in der Champions League erzielt. Ein großer Moment für den Frauenfußball im Großherzogtum, wie sie erklärt.

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Précillia Rinaldi hat den Siegtreffer gegen Sarajevo erzielt.

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Nie zuvor hatte ein luxemburgischer Verein im Frauenfußball ein Europapokalspiel gewinnen können. Seit dem späten Mittwochvormittag hat sich das geändert. Durch den 0:1-Erfolg gegen SFK 2000 Sarajevo im Halbfinale der ersten Runde der Uefa Women's Champion's League hat sich der RFCU Luxemburg in die Geschichtsbücher des luxemburgischen Fußballs eingetragen. L'essentiel hat nach dieser großartigen Leistung mit Précillia Rinaldi, der Torschützin des einzigen Treffers, gesprochen.

«Ich freue mich sehr für die Mannschaft», sagt Précillia Rinaldi. «Wir haben gerade Geschichte in Luxemburg geschrieben. Das war wirklich großartig.» Zumal die Mannschaft vor dem Spiel von ihren bosnischen Gegnern aus Sarajevo etwas hoch gehandelt worden sei. «Wir wollten zeigen, was wir auf dem Platz können. Wir haben wirklich als Team gespielt, wie eine richtige Familie», erklärt die 23-Jährige.

Ausgebildet bei Paris Saint-Germain

Die Französin sorgte mit ihrem Treffer in der 65. Minute dafür, dass Racing im Finale am Samstag die Chance hat, in Runde zwei einzuziehen. «Es hat eine Weile gedauert, bis ich realisiert habe, dass ich ein Tor geschossen habe», sagt die Torschützin des einzigen Treffers, die erst in der vergangenen Saison nach Luxemburg gewechselt war. «Ich dachte erst, ich sei im Abseits, und dann habe ich bemerkt, dass der Schiedsrichter nicht gepfiffen hat», erzählt sie, «ich habe gar nicht darüber nachgedacht, ich habe geschossen und dann ging er rein.» Dennoch waren zu diesem Zeitpunkt noch knapp 25 Minuten zu spielen.

Ihre Fußball-Karriere hat sie in der Normandie in Evreux «im Alter von acht Jahren bei den Jungs» begonnen, wie Rinaldi erzählt. Bereits mit 14 Jahren folgte sie dem Ruf von Paris Saint-Germain und wurde dort beim französischen Hauptstadt-Club vier Jahre lang ausgebildet. Mit 18 wechselte sie nach Fiorentina in die italienische Serie A, bevor sie über den französischen Zweitliga-Club Orléans ins Großherzogtum kam. «Jetzt spiele ich meine zweite Saison bei RFCU Luxemburg», sagt die 23-Jährige, die mit der Mannschaft im Finale der ersten Runde der Champions League am Samstag erneut Geschichte schreiben kann – wenn sie mit einem weiteren Sieg die 2. Runde erreichen.

(fl/L'essentiel)

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