Kleinstaatenspiele

31. Mai 2019 14:00; Akt: 31.05.2019 13:39 Print

Der «Iceman» knallt die Luxemburger ab

Asgeir Sigurgeirsson ist einer der heimlichen Stars der Spiele der kleinen Länder. Wir haben den Schützen aus Island zum Interview getroffen.

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Asgeir Sigurgeirsson greift zur Luftpistole. (Bild: DPA)

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Gold 2011 in Liechtenstein, Silber 2013 in Luxemburg, Gold 2017 in San Marino. Nun wieder Gold in Montenegro: Der Sportschütze Asgeir Sigurgeirsson (10 Meter Luftpistole) drückte den Kleinstaatenspielen in den vergangenen Jahren seinen Stempel auf. Im «L'essentiel»-Interview spricht der Isländer über sein Nervenkostüm, seine Konkurrenz und über die Veranstaltung im Allgemeinen.

L'essentiel: Im Vorfeld der Spiele sagte ihr Luxemburger Widersacher Joé Dondelinger, dass Sie bei Wettkämpfen keine Nerven zeigen und die Ruhe weg haben. Stimmt das?

Asgeir Sigurgeirsson: Das sehe ich ganz anders. Bei meinen ersten fünf Schüssen haben mir heute die Knie geschlottert. Zum Glück ist die Nervosität dann etwas weniger geworden (lacht).

Lastet bei den Spielen ein besonders hoher Druck auf den Schützen?

Ich denke, ja. Medial prasselt da ungewöhnlich viel auf uns ein. Bei mir ist es aber ein bisschen anders. Ich stehe bei allen Wettkämpfen unter dem gleichen Druck, weil ich mir immer selbst etwas beweisen will. Ich trete eigentlich nicht an, um meine Gegner zu schlagen, sondern, weil ich eine gute Leistung für mich selbst erreichen möchte. Wenn dann am Ende ein Sieg herausspringt, freue ich mich natürlich.

Was sagen sie zum Niveau der Kleinstaatenspiele? Immerhin waren Sie 2012 in London auch schon bei den Olympischen Spielen dabei.

Die Konkurrenz wird alle zwei Jahre spürbar stärker. Unser Sport ist also in den kleinen Ländern auf einem guten Weg. Von den anderen Sportarten höre ich das gleiche. Allein deshalb haben die Spiele der kleinen Länder eine Daseinsberechtigung.

Was halten sie von den Sportschützen aus Luxemburg?

Sehr viel, tolle Schützen. Ich hatte Joé Dondelinger auf dem Zettel. Mit dem sechsten Platz ist er hinter seinen Möglichkeiten geblieben. Es war einfach nicht sein Tag. Er hat mir auch gesagt, dass ihn die Beleuchtung der Zielscheibe sehr gestört hat. Jean-Marie Cirelli hat dafür einen guten Job gemacht und Bronze geholt.

Wie fällt ihr generelles Urteil zu den Kleinstaatenspielen aus?

Ich finde die Veranstaltung super. Es herrschte bisher immer eine sehr positive Stimmung. So auch in diesem Jahr. Sie bringt die Menschen zusammen. Und die Sportler haben definitiv Anerkennung für ihre Leistungen verdient.

Jean-Marie Cirelli während des Wettkampfs im montenegrinischen Budva. (Foto: Editpress/Aleksandar Djoroviv)

Medaillenspiegel der Kleinstaatenspiele
  • 1 LUX 26 27 23 76
  • 2 CYP 21 25 16 62
  • 3 ISL 19 13 22 54
  • 4 MON 14 13 20 47
  • 5 MNE 14 6 14 34
  • 6 LIE 9 5 6 20
  • 7 MLT 6 12 9 27
  • 8 AND 3 4 11 18
  • 9 SMR 1 4 6 11

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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