«Hau mal richtig drauf!»

13. August 2021 13:41; Akt: 13.08.2021 13:46 Print

Olympia-​​Reiterin von Tierschutzbund angezeigt

Fünfkämpferin Annika Schleu schlug an den Olympischen Spielen mit einer Gerte das ihr zugeloste Pferd. Nun droht ihr und der Trainerin ein juristisches Nachspiel.

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Der Deutsche Tierschutzbund hat nach den Vorkommnissen bei den Olympischen Spielen Strafanzeige gestellt.

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Der Deutsche Tierschutzbund hat nach den Vorkommnissen bei den Olympischen Spielen Strafanzeige gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner gestellt. Wie die Organisation am Freitag mitteilte, wirft sie Schleu aufgrund der Ereignisse beim Reitwettbewerb Tierquälerei vor und Raisner Beihilfe zur Tierquälerei.

Das Schleu zugeloste Pferd hatte im Parcours in Tokio verweigert, Raisner hatte die weinende Berlinerin mit den Worten «Hau mal richtig drauf!» zum Einsatz der Gerte aufgefordert. In einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen hätten Tiere nichts zu suchen, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Die Anzeige diene auch der grundsätzlichen Klärung dieses Problems. Schleu habe in anschließenden Interviews Einsicht vermissen lassen, kritisierte der Tierschutzbund.

«Ich habe das Pferd nicht extrem hart behandelt»

In einem Interview der Wochenzeitung «Die Zeit» hatte sich Schleu zuletzt erneut gegen den Vorwurf gewehrt, ihr Pferd im Wettkampf gequält zu haben. «Ich habe das Pferd nicht extrem hart behandelt. Ich hatte eine Gerte dabei, die vorher kontrolliert wurde. Genauso wie die Sporen. Ich bin mir wirklich keiner Tierquälerei bewusst», sagte die 31-Jährige. Sie bekannte aber auch, dass sie eventuell früher hätte sagen können, «okay, es hat einfach keinen Wert».

Vom Weltverband habe sie sich danach allein gelassen gefühlt, dessen deutscher Präsident Klaus Schormann habe nicht mit ihr gesprochen. Tierschutzbund-Präsident Schröder bezeichnete einen Rücktritt von Schormann (75) als überfällig.

(L'essentiel/Nils Hänggi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meine Hunden würden auf fremde Komandos am 13.08.2021 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    ebenso widerwillig reagieren u. daher finde ich es irrsinnig "Reiter u. Pferd auszulosen; denn eine Harmonie zwischen Mensch u. Tier besteht darin, dass man sich kennt u. sich gegenseitig vertraut. Die Reiterin wird zu Unrecht zur Tierquälerin gemacht - auch wenn das mit der Rute nicht in Ordnung war - sind die "Bestimmungen des Auslosens die Übeltäter!

  • Léon am 13.08.2021 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Regardez plutôt la photo du cheval et là on voit la souffrance réelle.

  • Moselbär am 14.08.2021 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Den Gaul hätt ich sofort geschlachtet. Und für Deutschland reiten - würde ich niemals mehr.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Moselbär am 14.08.2021 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Den Gaul hätt ich sofort geschlachtet. Und für Deutschland reiten - würde ich niemals mehr.

  • Pia am 14.08.2021 12:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jimbo och kee Kreiderbotter, muss net sinn.

  • Léon am 13.08.2021 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Regardez plutôt la photo du cheval et là on voit la souffrance réelle.

  • jimbo am 13.08.2021 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Op e Paerd gehéiert Kraiderbotter, a keen Reider!

  • H.Odenzack am 13.08.2021 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    "In einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen hätten Tiere nichts zu suchen, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder." Dem ist nichts hinzu zu fügen!

    • IKein Pferdeversteher am 13.08.2021 20:15 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz unrecht hat Tierschutzbund-Präsident nicht; denn das "Training des Pferde-Sports" wurde - mit Recht schon "mehrfach kritisiert - weil an die Pferde immer höhere Anforderungen gestellt werden u. "brutal" nachgeholfen wird. So sehr ich auch Zirkus-Nummern mit "Tieren" mochte teile ich die Meinung des TSPräsidenten, Herrn Schröder, dass Tiere auch hier nichts mehr zu suchen haben!

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