Sommerspiele in Tokio

26. Juli 2021 20:22; Akt: 26.07.2021 20:22 Print

Weiterer Judoka verweigerte Kampf gegen Israeli

Erneut gab es einen Eklat bei den Olympischen Spielen. Wieder verweigerte ein Judoka einen Kampf gegen den Israeli Tohar Butbul. Auf Social-Media wird das nun heftig diskutiert.

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Erneut gab es einen Eklat bei den Olympischen Spielen in Tokio. So hat abermals ein Judoka auf seinen Kampf gegen einen israelischen Kontrahenten verzichtet. Der Sudanese Mohamed Abdalrasool trat offiziellen Angaben zufolge am Montag nicht zu seinem Zweitrunden-Kampf gegen den Israeli Tohar Butbul in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm an.

Erneut? Ja. Denn auch der algerische Judoka Fethi Nourine wollte nicht gegen Butbul kämpfen. Nourine hatte einem algerischen Fernsehsender gesagt, er könne wegen seiner politischen Unterstützung für die Palästinenser im Nahostkonflikt nicht gegen einen Israeli antreten. «Wir haben viel gearbeitet, um die Olympischen Spiele zu erreichen (...) aber die palästinensische Sache ist größer als all das», sagte er. Die Folge: Das algerische Olympische Komitee erkannte Nourine und seinem Trainer Benichlef die Akkreditierung ab und ordnete ihre Rückreise an.

Ob das Nicht-Antreten von Abdalrasool auch Folgen für ihn haben wird, ist noch unklar. Wohl aber nicht, da der Sudanese nicht öffentlich sagte, dass die israelische Nationalität Butbuls der Grund gewesen sei. Er machte keine offiziellen Angaben zu seinem Verzicht. Dem israelischen Team wurde laut Butbul mitgeteilt, Abdalrasool sei wegen einer Schulterverletzung nicht angetreten.

Viele Twitter-Nutzer sind empört

Auf Twitter werden die Eklats derweil heiß diskutiert. «Sudan von den Olympischen Spielen ausschließen, weil es gegen den olympischen Geist verstößt», schreibt beispielsweise ein Twitter-User. Ein anderer meint: «Ein weiterer Feigling. Der sudanesische Judoka Mohamed Abdalrasool ist der zweite Athlet, der sich von den Olympischen Spielen zurückzieht, um einem Israeli zu entgehen.» Wieder ein anderer lässt verlauten: «Mohamed Abdalrasool hat die Idee von Olympia nicht ansatzweise verstanden und hat in Tokio deshalb nichts mehr zu suchen.»

Andere begrüßen derweil die Entscheidung des Mannes aus dem Sudan. Ein Twitter-User schreibt in einem Tweet beispielsweise: «Mohamed Abdalrasool folgt dem ehrenvollen Beispiel von Fethi Nourine aus Algerien; und zieht sich aus dem Wettbewerb zurück, um Israel bei den Olympischen Spielen in Tokio zu boykottieren.»

(L'essentiel/Nils Hänggi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Judoka am 27.07.2021 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Al langjähriger Judo Landesmeister, finde ich, ist es eine Schande wenn Politische Ansichten auf dem Tatami, einzug halten. Judo (der sanfte weg) eine wunderschöne Sportart wo man seinen Gegner Respektttt zollt,sich vor ihm verneigt. Diese beide Protagonist haben den Geist von Olympia und Judo nicht verstanden.

  • Valchen am 26.07.2021 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stell Dir for es ist Kampf, und keiner geht hin! :-/

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Judoka am 27.07.2021 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Al langjähriger Judo Landesmeister, finde ich, ist es eine Schande wenn Politische Ansichten auf dem Tatami, einzug halten. Judo (der sanfte weg) eine wunderschöne Sportart wo man seinen Gegner Respektttt zollt,sich vor ihm verneigt. Diese beide Protagonist haben den Geist von Olympia und Judo nicht verstanden.

  • Valchen am 26.07.2021 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stell Dir for es ist Kampf, und keiner geht hin! :-/

    • jempy am 27.07.2021 09:56 Report Diesen Beitrag melden

      am joer 2021.............................?????????????

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