Dopingfall

14. Dezember 2017 17:29; Akt: 14.12.2017 17:33 Print

Froome beschwichtigt, Martin ist stinksauer

Radprofi Chris Froome beteuert, keine Regeln gebrochen zu haben. Seinem Kollegen Tony Martin platzt der Kragen: Er kritisiert eine Sonderbehandlung von Froome.

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Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome hat nach einem auffälligen Befund bei einer Dopingprobe seine Unschuld beteuert und seine volle Unterstützung bei der Aufklärung angekündigt. «Ich kann verstehen, dass das für viele Leute ein großer Schock ist, aber ich bleibe bei dem, was ich immer gesagt habe: Ich habe keine Regeln gebrochen. Ich habe nicht mehr als die erlaubte Menge genommen und bin mir sicher, dass am Ende des Tages die Wahrheit erzählt werden wird», sagte Froome in einem Interview mit dem britischen Sender BBC.

Der Radsport-Weltverband UCI hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass beim Briten während der Spanien-Rundfahrt am 7. September ein Test vorgenommen worden war, bei dem der erlaubte Wert des Asthma-Mittels Salbutamol um das Doppelte überschritten worden war. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis.

«Ich kann aufgrund der Geschichte des Sports die Reaktionen vieler Menschen verstehen. Aber das ist ein ganz anderer Fall, das ist kein positiver Test», sagte der 32-jährige Froome. «Ich werde gerne versuchen, der UCI zu helfen und ihr alle Informationen geben, um die Ursache für das Problem zu finden.»

Martin wittert eine Vertuschung

Tony Martin, viermaliger Zeitfahr-Weltmeister aus Deutschland, übt scharfe Kritik am Vorgehen der UCI und äußerte schwere Vorwürfe. «Ich bin total wütend. Im Fall Christopher Froome wird definitiv mit zweierlei Maß gemessen. Andere Sportler werden nach einer positiven Probe sofort gesperrt», schreibt er auf Facebook.

«Bei mir und in der Öffentlichkeit kommt doch sofort der Eindruck auf, dass da hinter den Kulissen gemauschelt wird, Absprachen getroffen werden und nach Wegen gesucht wird, wie er doch aus diesem Fall rauskommt», meint Martin weiter. Und fragt: «Genießen er und sein Team einen Sonderstatus?»

«Das ist ein Skandal, zumal er nicht einmal mehr bei der WM hätte antreten dürfen», findet Martin. Knapp zwei Wochen nach seinem auffallenden Befund bei der Vuelta hatte Froome Bronze im Zeitfahren gewonnen.

(L'essentiel/heg/sda)

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