Radsport

24. April 2018 07:00; Akt: 24.04.2018 09:51 Print

«Ich bin immer noch Bob aus Rollingen»

LUXEMBURG – In unserem Interview blickt der luxemburgische Meister auf seinen sensationellen Sieg beim Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich am Sonntag zurück.

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L'essentiel: Wie fühlt man sich am Tag nach dem Sieg bei so einem prestigeträchtigen Rennen?

Bob Jungels: Bei mir ist die ganze Sache noch gar nicht so ganz angekommen. Wie hatten im Anschluss noch eine kleine spontane Party. Es war für mich und mein Team Quick Step ein tolles Frühjahr. Alle sind sehr glücklich.

Was haben Sie gedacht, als Sie die Ziellinie überquert haben?

Die Arme bei diesem Rennen nach oben reißen zu können, ist unbeschreiblich. Weil auch in diesem Jahr wieder so viele Fans aus Luxemburg am Straßenrand standen, war es ein ganz spezieller Moment für mich. Damit wurde ein Traum wahr.

Was bedeutet dieser Klassiker für Sie?

Er findet nahe der Luxemburger Grenze statt. Viele meiner Freunde und meine Familie sind immer dort. Überall die Luxemburger Fahnen, und dann gewinne ich auch noch im Meistertrikot. Unglaublich.

Ist der Sieg auch das Ergebnis der Freundschaft mit Julian Alaphilippe?

Unsere Freundschaft macht uns während den Wettkämpfen stärker. Er hat einen tollen Job gemacht und war super glücklich, dass ich gewonnen habe. Genauso habe ich mich über seinen Sieg bei der Flèche Wallonne gefreut.

Ihr Sieg hat viele Menschen in Luxemburg bewegt. Viele junge Sportler sehen zu ihnen auf.

Ich sehe mich aber nicht als Star. Ich bin immer noch Bob aus Rollingen. Ich bin natürlich stolz darauf, ein Vorbild für den Nachwuchs zu sein. Gerade weil Luxemburg so klein ist, spürt man die Begeisterung.

Der Druck Ihrer Konkurrenz wird durch den Sieg sicherlich nicht kleiner.

Ich habe einen weiteren Schritt getan. Einen Klassiker zu gewinnen, ist der Traum eines jeden Fahrers. Auch von den Großen hat das nicht jeder geschafft.

Welche Träume wollen Sie noch verwirklichen?

Die Tour de France zu gewinnen, wäre nicht schlecht. Einen größeren Erfolg gibt es im Radsport nicht. Aber ich bleibe realistisch. Die Tour ist noch einmal etwas völlig anderes als Lüttich-Bastogne-Lüttich.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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