Vuelta

22. August 2012 18:18; Akt: 22.08.2012 18:35 Print

RadioShack-​​Profi verpasst Sieg um Reifenbreite

Daniele Bennati von Radioshack-Nissan musste nur einen vorbeiziehen lassen: Youngster John Degenkolb hat bei der 5. Etappe der Vuelta bereits seinen 2. Erfolg gefeiert.

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John Degenkolb bleibt der überragende Sprinter bei der Vuelta a España 2012: Dank eines finalen Kraftakts gewann der Thüringer am Mittwoch die 5. Etappe vor Daniele Bennati aus Italien und dem Belgier Gianni Meersman.

Nach seinem zweiten Sieg im zweiten Massensprint jubelte der Radprofi vom Team Argos-Shimano: «Das ist unglaublich, ich bin sprachlos! So etwas kann man nicht beschreiben!» Der Youngster schlüpfte zudem ins Trikot des Punktbesten.

Degenkolb hatte sich nach 168 Kilometern auf einem Rundkurs in Logrono noch an Routinier Daniele Bennati vorbeigekämpft und durfte erleichtert die Arme zum Jubel in die Höhe reißen. Seine Teamkollegen hatten dem gebürtigen Geraer, der im September auch bei der WM in den Niederlanden für Furore sorgen kann, den Sprint perfekt angezogen. «Sie waren fantastisch», lobte Degenkolb, der vor dieser Saison noch keine Etappe bei einer der drei großen Landesrundfahrten gewonnen hatte. Nun sind es schon zwei - und die Vuelta ist noch jung.

Zoff an der Spitze

In der Gesamtwertung verteidigte der Spanier Joaquin Rodriguez vom Team Katusha das Rote Trikot vor dem Briten Christopher Froome (Sky) und seinem Landsmann Alberto Contador vom Team Saxo Bank.

Rodriguez hatte sich den Spitzenplatz am Dienstag gesichert und dabei auch vom Sturzpech Alejandro Valverdes profitiert. Weil das Feld nicht auf ihn wartete und stattdessen vor allem Sky aufs Tempo drückte, schimpfte der frustrierte Spanier im Ziel über seine Rivalen. «Jedes Team fährt für sich», entgegnete Rodriguez.

Am Mittwoch setzte sich auf dem 21 Kilometer langen Rundkurs, der achtmal zu befahren war, der Spanier Javier Chacon früh als Solist vom Feld ab und fuhr zeitweise einen Vorsprung von knapp zwölf Minuten auf das Peloton heraus. 28 Kilometer vor dem Ziel war seine Flucht dann aber zu Ende, als sich unter anderen Tony Martin - der Etappenzweite vom Vortag - in die Tempoarbeit einschaltete.

(L'essentiel Online/dpa)

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