Tour de France

17. Juli 2018 08:10; Akt: 17.07.2018 08:27 Print

Bob Jungels schickt Nackt-​​Foto aus der Hölle

Eine echte «Tor-Tour»: Welche Leiden die Teilnehmer der Frankreich-Radrundfahrt auf sich nehmen müssen, beweist ein beeindruckendes Foto von Bob Jungels.

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Der Blick eines Kriegers: Der staubverschmierte Bob Jungels nach dem Sturz in Roubaix. Foto: Editpress/Jeff Lahr

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Jetzt geht es um alles! Bei der 105. Tour de France rollt das Peloton am Dienstag erstmals ins Hochgebirge. Luxemburgs Hoffnungsträger Bob Jungels vom Team Quick-Step Floors, derzeit auf Rang vier im Gesamtklassement, will im Kampf um das Gelbe Trikot dieses Mal ein Wörtchen mitreden.

Der gestrige Ruhetag kam Jungels mehr als gelegen. Die schwierige erste Woche der «Tor-Tour» endete für den 25-Jährigen am Sonntag auf der Etappe nach Roubaix mit einem schmerzhaften Sturz auf das Straßenpflaster. Auf Twitter postete der 25-Jährige danach ein Bild aus dem Mannschaftsquartier. Jungels sitzt nackt auf einem Handtuch, sein schmaler Athletenkörper ist mit zahlreichen Schürfwunden übersät. Eine eindrucksvoller und intimer Moment, der zeigt, dass die Teilnehmer der Frankreich-Rundfahrt bis weit über ihre Schmerzgrenze gehen müssen.

Doch Jungels lässt sich von ein paar verlorenen Hautfetzen nicht beeinträchtigen. «Zurück aus der Hölle des Nordens, alles verheilt und nun weiter zu den Anstiegen!», schreibt er mit einem Victory-Smiley unter das Bild.

«Ich bin zuversichtlich»

«Unser Team Quick-Step hat zwei Etappen gewonnen. Und ich bin im Gesamtklassement in der besten Position. Ich fühle mich gut», sagte Jungels am Montag. «Ich sollte in den Alpen auf mein Top-Niveau kommen. Es bleibt abzuwarten, ob es reicht, um an den Favoriten dranzubleiben. Aber ich bin zuversichtlich. Ich bin auch gespannt, ob die Fahrer, die bisher Zeit liegen gelassen haben, sofort attackieren werden.»

Bob Jungels träumt von einer Top-Ten-Platzierung bei der Tour de France. Bild: Editpress/Jeff Lahr

Die 10. Etappe führt am Dienstag von Annecy über vier schwere Berge nach Le Grand-Bornand. «Es wird ein erster Test im Hochgebirge und eine schwere Etappe auf den Col de Glières und den Col de Romme, die beide sehr steil sind.» das Ziel des Quick-Step-Fahrers: «So lange wie möglich mit den Spitzenfahrern mithalten.» Der Noch-Gesamtführende Greg van Avermaet hat wohl in den Bergen keine Chance, hinter dem Belgier lauert bereits Geraint Thomas. Jungels schätzt seine Chancen realistisch ein: «Ich werde mir kein Bein ausreißen, um in das Gelbe Trikot zu schlüpfen.»

Der Luxemburger weiß: Der Weg bis nach Paris (die Schlussetappe findet am 29. Juli statt, Anm.) ist noch lang. «Ich habe immer schon von einer Top-Ten-Platzierung bei der Tour geträumt. Aber man hat beim Sturz von Richie Porte gesehen, dass alles auch sehr schnell vorbei sein kann.»

(jt/nm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 17.07.2018 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Bon rétablissement Bob et n’oublie pas tu vas être un grand coureur.

  • Benni am 17.07.2018 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frankreichrundfahrt würde auch ohne das gefährliche Kopfsteinpflaster gefahren.

  • jimbo am 17.07.2018 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass alles fräiwëlleg...

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 17.07.2018 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass alles fräiwëlleg...

  • Benni am 17.07.2018 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frankreichrundfahrt würde auch ohne das gefährliche Kopfsteinpflaster gefahren.

  • Léon am 17.07.2018 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Bon rétablissement Bob et n’oublie pas tu vas être un grand coureur.