Tour de France

21. Juli 2015 13:32; Akt: 21.07.2015 13:34 Print

Die letzte Explosion in der Karriere des Andy Schleck

LUXEMBURG - Am 21. Juli 2011 beeindruckte Andy Schleck mit einer Solofahrt über den Col du Galibier. Es war der letzte große Sieg seiner Karriere.

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Die Zeiten, als die Spitzenfahrer der Tour de France das Gelbe Trikot mehr als 60 Kilometer vor dem Ziel angriffen, scheinen lange vorbei. Aber halt! Ein Luxemburger hat dies vor genau vier Jahren getan. Andy Schleck hatte sich an diesem 21. Juli 2011 einiges vorgenommen - und das ausgerechnet auf der Etappe zum mythischen Col du Galibier.

Vor dem Start war der Fahrer aus Mondorf-les-Bains nicht gerade in bestechender Form. Er lag hinter seinem schärfsten Rivalen Cadel Evans bereits über eine Minute zurück. Und es sollte auch noch ein Zeitfahren kommen, bei dem Evans dem Luxemburger deutlich überlegen war. Wohl auch deshalb suchte Schleck sein Heil in der Offensive und attackierte schon recht früh im Rennen.

Früher Angriff

Als der jüngere der Schleck-Brüder zum Angriff blies, lag noch die Hälfte des Anstieges zum Col d’Izoard, das Briançon-Tal sowie der berüchtigte Aufstieg zum Col du Galibier vor den Fahrern. Doch Andy Schleck schreckte diese Tatsache nicht ab. An diesem Tag wollte er es wissen. Auf der Spitze des Col d’Izoard hatte er bereits einen Vorsprung von 2:15 Minuten auf seine Verfolger.

An seiner Seite hatte Schleck noch seinen Teamkollegen von Leopard-Trek, der Belgier Maxime Monfort. Der befand sich zunächst als Ausreißer vor dem Feld und wurde von dem Spitzenfahrer eingeholt. Nachdem er ordentlich Tempo machte, ließ sich Monfort schließlich entkräftet zurückfallen. Der Tour-Sieger von 2010 kletterte die letzten Kilometer alleine auf den Gipfel. Der Schleck-Triumph war schließlich perfekt, als Fränk mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand die Ziellinie als Zweiter überquerte.

Knapp an Gelb vorbei

Der Tagessieger verpasste das Gelbe Trikot um 15 Sekunden. Dies hatte weiter der Franzose Thomas Voeckler inne, der später Vierter werden sollte. Schleck hatte das Momentum auf seiner Seite, eroberte am nächsten Tag auch den ersten Rang in der Gesamtwertung. Doch das Zeitfahren kostete ihn die Titelverteidigung. Evans fuhr in Gelb nach Paris.

Trotzdem war dieser Ritt auf den Col du Galibier einer der größten Siege in der Karriere des Andy Schleck. Damals wusste noch niemand, dass er nach drei schwierigen Jahren ohne weitere große Erfolge seine Laufbahn 2014 beenden sollte. Sein Name wird aber auch dank dieser Etappe immer ein großer in der Geschichte der Tour de France bleiben.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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