Fränk Schleck

20. Juli 2015 10:16; Akt: 20.07.2015 12:25 Print

«Die Tour wird geliebt und gehasst zugleich»

LUXEMBURG - Fränk Schleck ist derzeit verletzt und nicht bei der Tour de France dabei. Er schaut sich das Rennen von außen an.

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«Meine Verletzung ist noch nicht vollständig verheilt, es dauert länger als ich dachte. Aber es wird von Tag zu Tag besser», sagt Fränk Schleck. Der Luxemburger Radprofi kämpft sich nach seiner Knieverletzung zurück. «Ich glaube, es war die richtige Entscheidung, nicht an der Tour teilzunehmen. Es wäre nicht klug gewesen», sagt der 35-Jährige.

Das Jahr verlief für Schleck bislang sehr überschaubar. Trotz der Erfolglosigkeit resigniert er nicht. «Nach einem Trainingslager mit der Mannschaft in den Alpen werden wir nach Utah fliegen. Dort nehme ich an der Tour de Utah teil. Danach kommt die Vuelta. Wenn die vorbei ist, werde ich ein Fazit ziehen.» Wie es mit ihm weitergeht, lässt er offen: «Ich will zuerst sehen, wie sich meine Verletzung entwickelt. Vielleicht kann ich mir in Spanien ja eine Etappe sichern.»

Vorliebe für Sprintetappen

Momentan erholt sich Schleck und verfolgt die Tour von außen. «Ich muss zugeben, dass mich die Zuschauerrolle traurig macht. Ich kann auch nicht hinfahren, da würde ich nur leiden. Vielleicht irgendwann einmal, wenn ich in Rente bin...» Doch zwischen seiner Rehabilitation schaut er sich die Etappen an. «Aber nur die Sprintankünfte. Die sind interessanter», sagt er mit einem Augenzwinkern.

Der 35-Jährige und die Tour - da gibt es einige Geschichten. Neben zwei Etappensiegen sticht besonders der Podiumsplatz (Dritter) zusammen mit seinem Bruder Andy (Zweiter) 2011 heraus. Doch es gab auch Rückschläge. Wie etwa der Doping-Ausschluss 2012 oder sein schwerer Sturz 2010. Dort zog er sich einen dreifachen Bruch des Schulterblatts und einen komplizierten Schlüsselbeinbruch zu. Bei den Fahrern wird die Tour laut Schleck geliebt und gehasst zugleich. «Alle erwarten etwas von dir. Du hast Druck, auch den der Medien. Und es gibt immer wieder schwere Stürze. Auf der anderen Seite ist es das prestigeträchtigste Rennen der Welt.»

Ob er daran noch einmal teilnehmen wird? Schleck hat noch einen Vertrag bis Ende 2016 - und einen großen Wunsch. «2011 stand ich mit meiner ersten Tochter (Leea, Anm. d. Red.) auf dem Podium. Wenn ich eines Tages auch mit meiner zweiten Tochter (Nayla kam 2014 auf die Welt, Anm. d. Red.) da oben stehen könnte, wäre das großartig.»

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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