Belgischer Radprofi

11. April 2018 21:59; Akt: 11.04.2018 21:58 Print

Die Ursache für Goolaerts' Tod ist geklärt

Die Autopsie bestätigt: Michael Goolaerts erlitt bei Paris–Roubaix auf dem Rennrad einen Herzinfarkt. Experten ermitteln nun den Grund dafür.

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Am Sonntag stürzte Michael Goolaerts beim Klassiker Paris–Roubaix nach gut 100 gefahrenen Kilometern auf dem zweiten Kopfsteinpflaster-Abschnitt und verstarb noch am selben Abend. Der 23-jährige Radprofi aus Belgien war zwar vor Ort reanimiert und so rasch als möglich ins Krankenhaus von Lille geflogen worden. Dort verlor er seinen Überlebenskampf aber in Anwesenheit seiner Familie und engsten Freunde gegen 22.40 Uhr.

Sein Tod hat die Radsportwelt erschüttert und vor allem auch Fragen aufgeworfen. Nun steht fest, warum Goolaerts von seinem Rennrad fiel. Der Autopsiebericht bestätigt, dass er im Sattel einen Herzinfarkt erlitten hat. «Die Autopsie bestätigt die Hypothese, dass der Tod durch einen Herzinfarkt eingetreten ist», sagte Remy Schwartz, Staatsanwalt der französischen Gemeinde Cambrai, der Nachrichtenagentur AFP. «Er hatte eine Herzattacke während des Rennens. Sein Herz blieb stehen, deswegen hatte er einen Unfall», führte Schwartz weiter aus.

Ursache für Herzinfarkt noch unklar

Goolaerts' tragischer Tod beeinflusste auch das am Mittwoch durchgeführte Eintagesrennen Pfeil von Brabant. Beim Start hielten das ganze Fahrerfeld und die Fans eine Schweigeminute für den Verstorbenen ab. Sein Team Véranda's Willems-Crelan stand dabei trauernd zuvorderst. Zudem trugen seine hinterbliebenen Teamkollegen einen Trauerflor mit der Aufschrift «ALL4GOOLIE».

Lokalmatador Tim Wellens (Lotto-Soudal) konnte sich bei der 58. Austragung des belgischen Eintages-Klassikers kurz vor dem Ziel erfolgreich vom Hauptfeld absetzen und sich den Sieg sichern. Diesen widmete der 26-Jährige seinem verstorbenen Landsmann. Gegenüber Eurosport sagte Wellens: «Es tut mir im Herzen weh.»

Experten werden nun eine toxikologische Untersuchung durchführen, um die genaue Ursache für den Herzinfarkt zu ermitteln. Laut der Staatsanwaltschaft kann dies einige Wochen dauern.

(L'essentiel/ddu)

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