Nach Koma-Sturz

07. August 2020 10:18; Akt: 07.08.2020 10:27 Print

«Ich kann nicht beschreiben, wie leid es mir tut»

Nach einem schweren Sturz im Zielsprint der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt liegt Fabio Jakobsen im Koma. Nun meldet sich Dylan Groenewegen, der Verursacher des Sturzes.

Quelle: Youtube

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Der 27-jährige Niederländer hatte seinen Landsmann wenige Meter vor dem Zielstrich bei rund 75 Stundenkilometer gegen die Absperrgitter gedrängt. Jakobsen kam schwer zu Sturz, wurde ohne Bewusstsein in ein Krankenhaus geflogen und daraufhin ins künstliche Koma versetzt. «Alle Knochen in seinem Gesicht sind gebrochen», erklärte Deceuninck-Quick-Step-Teamchef Patrick Lefevere.

Nach dem Zielsprint war Groenewegen, der disqualifiziert worden war, im Mittelpunkt der Kritik gestanden. Nun meldete sich der 27-Jährige selbst zu Wort, zeigte sich vom schweren Unfall geschockt.

«Denke ständig an ihn»

«Ich hasse das, was passiert ist. Ich finde keine Worte, um zu beschreiben, wie leid es mir für Fabio und die anderen Fahrer, die gestürzt sind oder getroffen wurden, tut», so der Niederländer auf Twitter. «Im Moment ist die Gesundheit von Fabio das Wichtigste. Ich denke ständig an ihn.»

Am Mittwochabend hatten die behandelnden Ärzte noch von Lebensgefahr bei Jakobsen gesprochen. In der Nacht war eine fünfstündige Gesichtsoperation gefolgt. Der Zustand des Niederländers sei «ernst, aber stabil», hatte Tour-Direktor Czeslaw Lang erklärt. Noch am Donnerstag sollte Jakobsen aus dem Koma geholt werden. Untersuchungen zeigten, dass die Wirbelsäule und das Gehirn nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden.

«Werfe ihm Mordanschlag vor»

Lefevere hatte direkt nach dem Rennen Groenewegen verbal attackiert. «Das war ein krimineller Akt von ihm. Er gehört dafür in den Knast, dafür würde ich vor Gericht ziehen.» Und legte am Donnerstag noch einmal nach. «Ich werfe ihm einen Mordanschlag vor. Nicht mehr und nicht weniger.»

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bunghole am 08.08.2020 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Rennsport ist gefährlich, auch auf dem Fahrrad. Das Risiko wird gerne verdrängt, ist ja nur ein Fahrrad. Damit fahren schon kleine Kinder herum. Dass solche Rennräder ziemlich schnell werden können und der Fahrer bis auf den leichten Helm vollkommen ungeschützt ist, sollte einem zu denken geben. Dass bei hohen Geschwindigkeiten (75km/h laut Artikel) und den geringen Abständen von oft weniger als einem Meter Unfälle vorprogrammiert sind, daran denkt offenbar keiner. "Das hätte nicht passieren dürfen" sagen dann Viele, aber ich sage, es ist unter solchen Bedingungen eine Frage der Zeit.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bunghole am 08.08.2020 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Rennsport ist gefährlich, auch auf dem Fahrrad. Das Risiko wird gerne verdrängt, ist ja nur ein Fahrrad. Damit fahren schon kleine Kinder herum. Dass solche Rennräder ziemlich schnell werden können und der Fahrer bis auf den leichten Helm vollkommen ungeschützt ist, sollte einem zu denken geben. Dass bei hohen Geschwindigkeiten (75km/h laut Artikel) und den geringen Abständen von oft weniger als einem Meter Unfälle vorprogrammiert sind, daran denkt offenbar keiner. "Das hätte nicht passieren dürfen" sagen dann Viele, aber ich sage, es ist unter solchen Bedingungen eine Frage der Zeit.