Radprofi Degenkolb

15. Januar 2021 07:31; Akt: 15.01.2021 07:58 Print

Radprofis sollten sich beim Impfen nicht vordrängeln

Für John Degenkolb sollte im Radsport nur dann flächendeckend geimpft werden, wenn ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen.

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John Degenkolb (vorne) war im vergangenen Jahr auch bei der Tour de Luxembourg unterwegs. (Bild: DPA/Dirk Waem)

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Radprofi John Degenkolb möchte bei den Corona-Impfungen keine Bevorzugung als Sportler. «Wenn keine Engpässe da sein sollten, dann habe ich kein Problem damit, dass wir als Weltverband UCI sagen, dass alle Profimannschaften geimpft werden», sagte Degenkolb bei einer digitalen Medienrunde während des Trainingslagers seines Rennstalls Lotto-Soudal an der Costa Blanca.

Man müsse schauen, wie viel Impfstoff vorhanden sei. Sicher sei eine Corona-Erkrankung als Radprofi «total doof», sagte Degenkolb: «Aber es gibt Leute, wenn die es bekommen, dann ist allerhöchste Eisenbahn.» Wenn es irgendwann die Möglichkeit gebe, sich impfen zu lassen, werde er das nicht verneinen.

IOC-Mitglied will Sportler bevorzugen

Zuletzt hatte das dienstälteste IOC-Mitglied Richard Pound die Idee aufgegriffen, Sportler mit Blick auf die Olympischen Spiele beim Impfen zu bevorzugen. Er glaube nicht, dass die verhältnismäßig sehr wenigen für die Sportler benötigten Impfdosen für einen öffentlichen Aufschrei sorgen würden, hatte der 78 Jahre alte Kanadier dem Nachrichtenkanal Sky News gesagt.

Mit Blick auf die Frühjahrsklassiker ist bei Degenkolb die Sorge da, dass es wie im Vorjahr zu Absagen kommt. «Das ist kein Selbstläufer. Auch die Rennen Ende Januar und im Februar sind extrem wichtig, um in Form zu kommen. Wenn die wegfallen, wäre das ein herber Rückschlag», sagte der 32-Jährige, für den der Klassiker Paris-Roubaix das Hauptziel des Jahres ist. 2015 hatte der Thüringer in der Hölle des Nordens gewonnen, im vergangenen Jahr war das Rennen wegen der Pandemie abgesagt worden. Auch die Tour de France und die WM im Herbst in Flandern möchte Degenkolb 2021 bestreiten.

(L'essentiel/DPA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De Grand-Sack am 15.01.2021 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Die Radfahrer sehen sich allgemein als eine neue Elite, man brauch nur ihr Verhalten nahe der Radwege zu beobachten, sie fahren auf der Strasse und der Staat hat für diese Selbstverliebten Egos Millionen ausgegeben. Überall hängen Isodrink -Flaschen von den Bäumen und selbst im Wald bist du vor diesen Barbaren nicht sicher, die es bei ihrem Ansturm nicht als nötig empfinden zu klingeln, ein Sportrad hat keine Klingel lautet die Antwort beim Hinweis, weil die Pfeife auf dem Rad sitzt. Ich habe meine Meinung über diese Herrschaften nicht zum Verallgemeineren gesagt aber ändere sie nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • De Grand-Sack am 15.01.2021 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Die Radfahrer sehen sich allgemein als eine neue Elite, man brauch nur ihr Verhalten nahe der Radwege zu beobachten, sie fahren auf der Strasse und der Staat hat für diese Selbstverliebten Egos Millionen ausgegeben. Überall hängen Isodrink -Flaschen von den Bäumen und selbst im Wald bist du vor diesen Barbaren nicht sicher, die es bei ihrem Ansturm nicht als nötig empfinden zu klingeln, ein Sportrad hat keine Klingel lautet die Antwort beim Hinweis, weil die Pfeife auf dem Rad sitzt. Ich habe meine Meinung über diese Herrschaften nicht zum Verallgemeineren gesagt aber ändere sie nicht.